Der mit übernatürlichen ausgestattete Ricky rächt den Tod seiner Freundin an einem Drogenboss. Daraufhin kommt er ins Gefängnis wo er nach einer Konfrontation mit dem Stellvertreter des Direktors von den Wärtern der einzelnen Blöcke grausam gequält und in Kämpfe verstrickt wird. Doch Ricky und sein Sinn für Gerechtigkeit kann von nichts besiegt werden, und so wird das Gefängnis mit den unterdrückten Gefangenen schon bald zum Schauplatz eines grausamen Massakers.
Das ist er also, der asiatische Splatter-Kultfilm schlecht hin, „Story of Ricky“ aka „Riki-Oh“ aka „Lai wong“ aka „Li wang“ aka „King of Strength“ aka „God of the Knife“ aka „Caged Fury“ usw. Was kann man sagen, die Story ist für’n Arsch. Aber das ist gar nicht mal schlecht gemeint, sondern das gibt dem Film die gewisse Würze. Die Charaktere sind oberflächlich und simpel, doch auch das interessiert bei diesem Film niemanden. „Da wird nicht verbissen diskutiert... Da gibt’s auf die Fresse“, genau nach diesem Motto läuft der gesamte Film. Ricky sieht ein Unrecht, Ricky tötet den Bösewicht, Ricky geht weiter und trifft auf dem Weg das nächste Unrecht. Und dabei wird das ganze nie langweilig, da der Film gänzlich auf Realismus ,und alles was auch nur im entferntesten damit zu tun hat, scheisst. Da werden Leute mit den eigenen Organen fast erwürgt, da zerplatzen Fäuste, da wird durch Oberkörper geschlagen, Menschen werden in den Fleischwolf gedrückt und kommen als Mettbrötchen wieder raus (nya, zumindest der Aufstrich) und und und, es wird nie langweilig. Als großes Plus kommt die deutsche Synchro hinzu, die so miserabel ist das der „The Dead Next Door“-Effekt eintritt und der Film noch mal an Humor gewinnt. Besonders kultig dabei die Selbstmordszene von Rickys Freundin die sich „hilfeschreiend, und absolut verzweifelt“ ein Haus runterstürzt (da bleibt kein Auge trocken!). Ansonsten gibt es einen recht langweiligen OST auf den aber sowieso niemand achtet, und eine ganze Palette an interessanten Foltermethoden, wie z.B. ein einwöchiger Aufenthalt unter der Erde und eine Einzementierung mit anschließendem Raum in dem die Decke runterkommt. Es ist so gut wie alles dabei und die einzelnen Splatterszenen sind nicht auf Sadismus bzw. Ekel getrimmt so das auch diese recht amüsant rüberkommen und dem Film seinen einzigartigen Charme geben. Hinzu kommt noch das der Film das Wort „Logik“ völlig vergisst, so fragt man sich warum Ricky die Gefängniswand nicht gleich zu Anfang zerschlägt, warum er bei seinen Tausenden Chancen seine Gegner nicht gleich tötet etc. Aber egal, das ist Bestandteil der absichtlich surreal gehaltenen Spannungskurve.
Alles in allem ist „Story Of Ricky“ eine geniale Splatter-Komödie die durch die deutsche Synchro einen großen Bonus dazugewinnt und so abgedreht und bescheuert ist das man vor Lachen teilweise auf dem Boden liegt. Wenn man ansatzweise was mit Splatter anfangen kann, dann MUSS man diesen Film sehen.
9/10