Review

Wir schreiben das Jahr 2002: Ricky Ho wird des Mordes angeklagt und infolge dessen zu einer zehnjährigen Haftstrafe in einem abgelegenen Hochsicherheitsgefängnis verurteilt. Dort gerät Ricky mit dem korrupten und ultragewalttätigen Aufseher Cobra und dessen Schergen aneinander, die einen Drogenhändlerring betreiben und sich für den Tod von Rickys Freundin verantwortlich zeichnen.
Bevor Ricky Cobra unschädlich machen kann, wird jedoch noch der ein oder andere menschliche Körper völlig grundlos aufs Rabiateste deformiert, gespalten oder zerfetzt. Die letzte Filmszene zeigt, wie Ricky die meterdicke Gefängnismauer mit einem einzigen Faustschlag zum Einsturz bringt und den Insassen somit die Flucht aus der korrupten Hölle ermöglicht.

Lam Ngai Kais peinlicher Gefängnis-Splatterfilm enthält weder vorzeigbare Action- bzw. Kampfszenen, noch interessante Bilder. Der gelangweilte Zuschauer quält sich durch eine rund eineinhalbstündige Blut- und Matschorgie, deren Sinn bis zum ersehnten Abspann in den Köpfen der Macher verborgen bleibt.
Inszenierung und Darsteller sind so dermaßen lächerlich und wirkungslos, dass "Story of Ricky“ relativ schnell abnervt. Für Kategorie III-Fans und angehende Maskenbildner könnte die wohl als Komödie gedachte Chose reizvoll sein, aber jedem, der den legendären Scheißdreck noch nicht gesehen haben sollte, kann ich von einer Sichtung nur abraten.
Mein Fazit lautet: Deckel zu und kräftig spülen!


Abschließend noch zwei Perlen, die wir der jedes denkende Lebewesen beleidigenden deutschen Synchronisation zu verdanken haben:

- "Oh mein Gott, er is ein Killer“

- "Du bist echt in Ordnung, aber ich muss dich töten“

Details