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Der junge Ricky Ho wird wegen Mordes in ein Gefängnis gesteckt, das vom Aufseher Cobra und seinen Helfern terrorisiert wird. Ricky, ein begnadeter Kung-Fu-Kämpfer, legt sich mit dem Gefängnis-Direktor und den Aufsehern an; als er die Drogenplantage des Chefaufsehers abfackelt, eskaliert die Situation endgültig: Ein Bad Guy nach dem anderen duelliert sich mit Ricky um von ihm auf ultrablutige Art und Weise ins Jenseits befördert zu werden.
Der auf dem japanischen Manga „Riki-Oh“ von Tetsuya Saruwatari und Takajo Masuhiko basierende Film ist quasi der „Braindead“ unter den Martial-Arts-Movies. Hier werden laufend die unglaublichsten Gewaltexzesse präsentiert, wie zum Beispiel ein Typ, der sich den Bauch aufschlitzt und versucht Ricky mit seinen Därmen zu erwürgen. Kein Wunder, dass die deutschen Zensoren nicht gerade erfreut über diesen Film waren und ihn kurzerhand beschlagnahmen ließen.
Die Story ist hier absolute Nebensache und verbindet nur die blutigen Kämpfe. Ausgefeilte Action-Choreographie wird auch nicht geboten, was auch nicht möglich ist, da jeder Fight in kürze in einem blutigen Gemetzel endet. Die Splatter-Effekte sind sehr gut gelungen, was für Hongkong-Filme ja nicht gerade eine Selbstverständlichkeit ist; nur der zum Riesenmonster mutierte Gefängnis-Direktor am Ende sieht echt superbillig aus. Darüber kann man allerdings hinwegsehen, da er von Ricky schnell durch einen großen Fleischwolf gedreht wird.
„Story of Ricky“ ist mehr Splatter- als Martial-Arts-Film und gehört zum Härtesten, was jemals in Hongkong produziert wurde. Gorehounds kommen absolut auf ihre Kosten, da pausenlos Blut spritzt und Körperteile durch die Gegend fliegen. Alles in allem eine herrliche, absolut empfehlenswerte Trashgranate, die einfach nur Spaß macht. Freunde des anspruchsvollen Films oder Zartbesaitete sollten sich den brutalsten Kung-Fu-Film aller Zeiten nicht unbedingt zu gemühte führen.
8/10

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