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„Riki-Oh: The Story of Ricky“ ist definitiv ein besonderer Film, einer der Action/Martial Arts mit Fantasy-/Horror-Elementen mischt und dabei auch vor extremen Splatter-Einlagen nicht Halt macht. Inhaltlich bekommt der Zuschauer einen Gefängnisfilm, der aufgrund der schon genannten überbordenden Gewalt-Spitzen den berüchtigten „Cat III“ Status bekam. Das Wort Manga schwebt gefühlsmäßig über allem und tatsächlich, hier ist auch der Ursprung. Trotz des Kultstatus, der nicht zuletzt aus dem Alleinstellungsmerkmalen resultiert, war mir das seinerzeit zu wild und dabei auch zu unernst. Ich war also gespannt, wie das circa 20 Jahre später bei mir wirkt. Zunächst fiel mir die mäßige deutsche Synchronisation auf, dafür kann der Film aber natürlich nichts. Fällt auch nicht ins Gewicht, denn er kommt schnell zu seinem wesentlichen Punkt, einem Fest wirklich erstaunlicher Spezialeffekte und verrückter Ideen. Trotzdem bleibt der anno dazumal empfundene Status, völlig debil und sinnbefreit. Wer hier Gesellschaftskritik sieht muss schon viel Fantasie haben, allerdings wartet ein immenser Unterhaltungswert auf den geneigten(!) Zuschauer. 

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