Medienkritik - Phantasie - Realität....
Schon auf dem Fantasy Film Fest vor Jahren, kamen einige Zuschauer aus dem Film und wussten mit der Pointe nichts anzufangen.
Final Hour ist ein Slasher, der nicht nach Hollywood Regeln funktioniert und das ist auch gut so...
Eine Gruppe von Schülern wird am Wochenende in die Schule gelockt, da sie "unangenehm" aufgefallen sind. Ein Killer riegelt alles ab und droht mit dem Tod jedes einzelnen... Die Schüler erzählen sich die "urbane Legende" eines Lehrers, der sich an einer Schülerin vergangen hat und daraufhin brutal von den Klassenkameraden des Mädchens ermordet wurde...
Doch plötzlich hängt die Leiche des Lehrers im Klassenzimmer und der Killer beginnt seine Jagd auf die Kids...
Vor der Schule tummelt sich der erste Volksauflauf. Ein schmieriger Reporter des Reality TV Show "Sidste Time" (Final Hour ???) versucht um jeden Preis blutige Details der Mordserie ins TV zu bringen...zum Wohle der Einschaltquoten...
Nun - was ist nun Final Hour ? In erster Linie ist es ein Slasher mit einigen blutigen FX, spannenden Szenen in den düsteren Korridoren der Schule - wo der Killer in jeder Ecke stehen kann. Die Schüler verdächtigen sich gegenseitig, bis einer nach dem anderen ins Gras beisst.
Was Final Hour so spannend macht sind, ist jedoch der - offenbar unlogische - Handlungsablauf (warum hängt der Lehrer, der ermordet wurde - frisch blutend im Klassenzimmer ? usw.) ...
Final Hour ist also mehr als einfacher Teenie Horror - er spielt auf mehreren Ebenen, die sich zusammensetzten, wenn man nach dem Film drüber nachdenkt. Denn die Satire auf die schlimmen TV - Reality Shows (und davon hat das st. TV auch so einiges im Programm) steht hier eigentlich im Vordergrund. Oft kann man sich auch nicht dem Eindruck erwehren, es handelt sich um eine kleine Parodie. Denn die Figuren sind alles Klischeeteenies und müssen für "ihre Fehler bezahlen".
Die Spannung kommt also nicht aus dem Klassichen Horrorfilmablauf, sondern resultiert aus der Verschachtelung diverser Ebenen...
Filmtechnisch ist der Film gelungen - die Ausleuchtung ist klasse - die blutigen FX sind dosiert eingesetzt und die Musikuntermalung gelungen. Die Schgauspieler gehen in Ordnung und der Film ist mit 80 Minuten lang (oder kurz) genug, um keine Langeweile aufkommen zu lassen.
Wer auf intelligenten Horror aus dem Norden steht, kann zugreifen - wer auf Metzelei steht, greift lieber zu anderen Produkten.
Ach ja - und der Nightwatch Verlgleicht ist weit hergeholt, da beide Filme thematisch ganz anderes funktionieren und wohl nur das Herstellungsland gemein haben...
Also - gruselige Stunden...vielleicht kommen ja einige von euch auch mal in die "Sidste Time"