Träume sind wundervolle Schäume
Alle Jahre wieder, sucht der Prinz widerwillig sein Weib,
wer damit nicht aufgewachsen ist, tut mir beim Mitanseh'n leid.
Dieser klassische Cinderella-Verschnitt ist gerade hierzulande absoluter Kult,
würde er ein Jahr mal nicht gezeigt, gäb's bestimmt Tumult.
Ein Märchen voller wunderschön-triefender Klischees und Kitsch,
man, was ist diese Stiefmutter für 'ne ...
Drei zauberhafte Haselnüsse und eine Magd zum verlieben,
schnell ist klar, am Ende kann sie nur siegen.
Tiefe Genugtuung wenn es platscht, Zehen wippen wenn der Beat droppt,
ja, ich kann es keinem verübeln, wenn er hier jedes Jahr aufs Neue vor der Glotze hockt.
Die Ausstattung und Atmosphäre ist definitiv fein,
da steckten Defa und Co. schon ein wenig Kohle rein.
Aber natürlich ist das zu simpel, zu wenig für einen objektiv klasse Film,
doch er schafft es eben diese weiche Stelle, diese ganz besondere Sehnsucht zu füll'n.
Er ist alles andere perfekt und es dennoch irgendwie,
der gehört zum Winter wie für viele das Fahren auf dem Ski.
Melancholie in knackige 80 Minuten gefüllt,
und immer noch besser als das Gros an Xmas-Schmonzies mit denen uns Netflix jedes Jahr vollmüllt.
Fazit: der wird (vor allem in Mitteleuropa) auch in 100 Jahren noch geguckt werden. Mit Recht. Magie, Romantik, Weihnacht. Wenige Filme lassen den Dezember mehr zu dem werden, was er sein soll. Einfach toll und immer wieder gern gesehenes Standardrepertoir. Warm, wohlig, wunderschön. Ein tschechisches Märchen für die Ewigkeit. Einlegen/einschalten, verzaubern lassen, wohlfühlen. Jeder Ton ein Stückchen Liebe. Hach... Eigentlich kein allzu guter Film - aber hier sind die Gesetze der Bewertungskraft irgendwie außer Kraft gesetzt...