Einer dieser Klassiker, die immer wieder zu Weihnachten laufen, ist die von Václav Vorlíček als „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ inszenierte Verfilmung der literarischen Vorlage von Božena Němcová. In der Variation der Geschichte vom Aschenputtel finden sich viele Parallelen zu dieser und für nicht wenige Leute gehört die Verfilmung zum Pflichtprogramm rund um die Feiertage. Ich unterstelle einfach mal, dass das überwiegend der Fall ist, wenn man den Film seit Kindheitstagen kennt. Ich kann mich nicht erinnern, den anno dazumal entsprechend vorgesetzt bekommen zu haben und so hat sich bei mir nicht diese kultische Verehrung des Werks eingestellt. Er ist eben einer von vielen Filmen, die um die Weihnachtszeit laufen.
Dennoch mag ich dem Film seine Qualitäten nicht absprechen. Gerade die verschneiten Kulissen machen was her, die Bauten wie die Moritzburg ebenso und das Ensemble spielt das Ganze überwiegend ansprechend. Die Kostüme begeistern da etwas weniger, aber es ist ein Märchen, sodass man eben in Strumpfhosen herumrennt und manche Klamotte merkwürdig konstruiert aussieht. In Unkenntnis der Buchvorlage bleibt der Eindruck eines typisch märchenhaften Verlaufs mit Prinz, sofortigem Heiratswillen und Happy End. Und der einlullenden Filmmusik, die zur Inszenierung und der Thematik passend eingestreut wird.
„Ich tanze nicht mehr.“
Wohl aufgrund der fehlenden Erfahrung in jungen Jahren hat es „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ bei mir nie zum Kultfilm geschafft. Nett ist das Märchen in den verschneiten Landschaften dennoch, wenn sich „Helden in Strumpfhosen“ schockverliebt auf die Suche dem passenden Fuß machen. Hat durchaus seinen Charme.