New York hat ein Rattenproblem. Während in TV Berichten vom Ausbruch einer Seuche die Rede ist , kämpft in einem alten Wohnhaus in der Mulberry Street eine kleine Gruppe ums Überleben. Dabei sind nicht nur die Ratten selbst das Problem: Wer von einer Ratte gebissen wurde, mutiert zum Zombie mit einem unbändigen Appetit auf Menschenfleisch. Bald bricht in dem Apartementgebäude und auf New Yorks Strassen das Chaos aus ...
Der Film lässt sich zunächst viel Zeit bei der Einführung der Figuren. In dem New Yorker Wohnhaus wohnen ein paar kauzige und symphatische Charaktere, die einmal nicht nach Schema F zusammengwürfelt wurden. Im Mittelpunkt stehen ein alternder Boxer, seine Tochter, eine alleinerziehende Mutter, eine homosexueller Schwarzer, zwei alte Rentner, u.s.w. Das klassische Teenager-Heldenpärchen sucht man also vergebens. Durch eine Vielzahl von Alltagsbeobachtungen wirken die Figuren wesentlich authentischer, als man es sonst aus vergleichbaren Produktionen gewohnt ist.
Der Horror kommt hingegen nicht so richtig in die Gänge. Zwar stellt das Wohnhaus ein atmosphärisches Set dar, doch mangelt es an blutigen Übergriffen durch die Mutanten. Die Action beschränkt sich im Prinzip auf hektisch geschnittenes "Gerangel" in zu dunklen Zimmern. Make-Up-Effekte sind Mangelware. Offensichtlich hat hierfür das Budget nicht ausgreicht.
Hier hätte ein pfiffiges Drehbuch einiges rausreißen können. Leider kommt die Story gänzlich ohne interessante Wendungen oder Überraschungen aus. Schade !
Fast wünscht man sich, aus Mulberry Street wäre eine Millieustudie oder ein Underground-Drama geworden.
Fazit :
Es gibt wesentlich bessere Filme mit einer Ratten- und Zombiethematik. Mulberry Street ist an anderer Stelle gut. Thema verfehlt !
06 von 10 Punkte