Review

In der Gluthitze des Sommers fallen aggressive Nager die Bewohner von Manhatten an. Wer gebissen wird, verändert sich zu einem Ratten änlichen Wesen mit der Gier nach frischen Menschenfleisch.
Fast ganz Manhatten ist seit den ersten Überfällen nach kurzer Zeit ausgelöscht oder mutiert. Es gibt nur noch wenige Überlebende die sich vor den Menschenfressern in einem Apartmenthaus in der Mulberry Street versteckt halten...

"Mulberry Street" fängt ruhig an und lässt sich Zeit seine Charaktere vorzustellen. Alles sind normale Leute im mittleren Lebensalter. Das ist auch gut und heutzutage eher selten wo in Horrorfilmen meist junge Leute gemetzelt oder den/die Held/in spielen. Da ist die Glaubwürdigkeit einfach besser und schauspielerisch gibts von den Darstellern nichts zu bemängeln.
Nach einer halben Stunde häufen sich die Überfälle der Ratten auf den Menschen und die Fernsehsendungen berichten über die ersten Infizierten und warnen davor das Haus zuverlassen.
Eine apokalyptische Atmosphäre baut sich auf und die Spannung steigt ab da ungmein nach oben und reißt auch nicht ab.

Würde man nicht wissen das der Film im Sommer spielt dann würde man es nicht merken. Man erkennt es aber an der Kleidung der Darsteller oder sieht den Schweiß auf ihrer Stirn. Den "Mulberry Street" ist extrem düster gehalten und hatt eine kalte Optik. Dies passt perfekt zu der Stimmung. So ist auch die Musik gehalten die einen passenden düsteren Klang hatt. Ab und zu streuen sich auch ein paar Lieder mit ein die am Anfang oder Schluß die depri Stimmung der Situation unterstreichen.

Man erkennt natürlich die großen Vorbilder wie z.b "28 Days Later" aber obwohl "Mulberry Street" weniger Budget hatte holt der Regisseur das Beste dabei raus. Und die Endzeitstimmung ist sogar besser, es gibt nicht ein Fünkchen Hoffnung, wie ein Alptraum.
Die Effekte sind ganz gut gemacht. Sehr viel Blutmatsch gibts aber nicht zu sehen. Das liegt auch daran das die Kampfszenen sehr schnell geschnitten sind aber man erkennt trotzdem alles. Die Masken der Rattenmenschen sind gelungen leider sieht man diese meist auch nur sehr kurz sie erzeugen aber dennoch ein leichtes Gruselgefühl.

"Mulberry Street" ist ein starker Horrorfilm. Schade das nicht mehr Budget drin war. Trotzdem ist das Werk auch so mehr als gelungen. Das den Zuschauer am Ende mit trostlosen Gesichtsausdruck dasitzen lässt. Bei "Mulberry Street" gibts es nichts zu lachen und keine schönen Momente eher ein apokalyptisches Szenario das dann noch mit einem sehr bösen aber zum Film passenden Ende aufwartet. Letzendlich wird nicht jeder daran gefallen finden aber Horrorfans sollten mal einen Blick riskiren.

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