Virusverseuchte Ratten attackieren die Bürger von New York. Jeder,der gebissen wird, verwandelt sich mit der Zeit in einen "Ratten - Menschen" und geht auf seine Mitmenschen los und trägt den Virus weiter. Schon bald bricht in New York die nackte Panik aus.
Die Story dieser kleinen, aber feinen Low - Budget Produktion hört sich leicht trashig an, was jetzt aber keineswegs als negativ zu verstehen ist, denn die leicht trashige Note steht dem Film sehr gut. Die ersten 30 Minuten verläuft der Film eigentlich eher ruhig, die einzelnen Charaktäre werden näher beleuchtet und vorgestellt. Mir persönlich hat das sehr gut gefallen, denn obwohl nicht viel passiert, kommt eigentlich keine Langeweile auf und man erfährt auch einiges über die Hauptpersonen dieses Films.
Nach dieser Einführungsphase nimmt der Film dann einiges an Fahrt auf, die Spannung wird mehr und mehr gesteigert. Unterstüzt wird die steigende Spannung durch die sehr düstere und bedrohliche Stimmung, die der Film beim Zuschauer erzeugt. Teilweise kommt sogar so etwas wie Endzeitstimmung auf, da sich die Ratten - Menschen unglaublich schnell vermehren und man anscheinend der Bedrohung nicht Herr werden kann. Jedenfalls schafft es der Film durchaus, den Zuschauer zu faszinieren und ihn dazuzubringen, mit den Gejagten mitzufiebern.
Was mir nicht so gut gefallen hat, waren die teilweise zu schnellen Bildschnitte bei den Biss - Szenen. Hier verhält es sich wie zum Beispiel auch bei "28 Weeks later", das man teilweise nicht alles erkennen kann, weil es einfach zu schnell geht. Hinzu kommt, das die Bilder auch manchmal einfach zu dunkel gehalten sind. Das sind aber in meinen Augen auch die einzigen Schwachpunkte, denn ansonsten weiß der Film wirklich zu gefallen. Wer weiß, was hier noch möglich gewesen wäre, wenn mehr Budget zur Verfügung gestanden hätte.
Fazit:
"Mulberry Street" ist ein kleiner, aber sehr guter Horrorfilm, der durch seine Atmosphäre und recht gute und überzeugende Darsteller zu punkten weiß. Nach einer etwas ruhigeren Anfangsphase kann der Film auch durchaus durch einige nette, etwas härtere Szenen überzeugen, die man aber durch etwas langsamere Bildschnitte noch besser hätte gestalten können. Insgesamt bietet der Film aber sehr gute und auch kurzweilige Horror - Unterhaltung.
7/10