Eine Rattenplage entwickelt sich zum Desaster: Alle Gebissenen Opfer werden mit einem tödlichen Virus infiziert, welche die Opfer in Menschnratten verwandeln. Langsam aber sicher breitet sich das Virus immer schneller aus und die Behörden scheinen machtlos zu sein. Ex-Boxer Clutch, der an der Mulberry Strasse wohnt, wartet auf die Heimkehr seiner Tochter. Doch das Rattenproblem bringt alles durcheinander und als die Panik losbricht, retten sich sechs Leute aus der Mulberry Strasse in einen Wohnblock und verschanzen sich…
Irgendwie kann ich mich mit der Maulbeerenstraße nicht so recht anfreunden. Die Story ist prinzipiell durchaus interessant der Film hat ein recht hohes Tempo, als Schauspieler wurden nicht irgendwelche Gurken aus der nächstbesten Eckkneipe verpflichtet, sondern durchaus durchschnittliche Mimen, was bei Low Budget Streifen ja auch nicht üblich ist. Der Film startet sehr ruhig, nimmt sich gut ein drittel der Laufzeit um die einzelnen Protagonisten vorzustellen und startet erst dann die Actionphase. Trotzdem wurde ich mit den Charakteren nicht richtig warm (hm, vielleicht schon zu viele Teenie-Slasher gesehen), weiß gar nicht mal genau warum, die mal wieder lausige Synchro war dabei auch sicher nicht hilfreich.
Richtig verhagelt hats mir den Streifen dann in der zweiten Hälfte, da möchte ich mich ausdrücklich bei drei der an den Dreharbeiten beteiligten bedanken:
1. Der Kameramann: Dieser Mensch war entweder die meiste Zeit sturzbesoffen oder leidet an Parkinson im Endstadium. Diese extrem verwackelte Handkamera nervt auf Dauer mächtig und treibt den unbedarften Zuschauer in die See(h)krankheit.
2. Der Cutter: Ist offensichtlich ein Techno Fan, jedenfalls versucht dieser den 180 bpm Stil auf den Film übertragen zu wollen. Dagegen wirkt eine Michael Bay Action Szene geradezu ruhig und gediegen.
3. Der Beleuchter: ok Halbzweit zwei spielt komplett nachts und zudem ist der Strom ausgefallen, trotzdem sollte es möglich sein eine dezente Lichtquelle einzubauen, so daß man nicht so häufig mehr erraten muß was gerade passiert, sondern es auch sehen kann.
Schade, der Angriff der Rattenzombies hätte durchaus Potential zu einem guten Film, scheitert jedoch an der schlampigen technischen Umsetzung, die sicher auch im geringen Budget begründet ist. Erinnert ein wenig an 28 Days later nur ein bis zwei Ligen tiefer.
3/10