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Route 66. Drive-Ins, Diners, Tankstellen aus den 50er Jahren und Motels mit grellen Neonreklamen. Edgar ist in der glühenden Hitze auf dem Weg nach Los Angeles, um seine Freundin zu treffen. Unterwegs nimmt er zwei Anhalterinnen mit, Veronica, eine Femme Fatale wie aus einem Albtraum, und Gloria, voll auf LSD. Als das Trio in einem schäbigen Motel übernachtet, findet Veronica in Edgars Vergangenheit einen dunklen Punkt und beginnt ihn um all sein Hab und Gut zu erpressen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die wahren Gründe ans graue Tageslicht treten.

Es hat schon seine Gründe, warum manche DVD´s in der 1,99 € Grabbeltheke landen. Egal, Phantasm Veteran Reggie Bannister  ist mit dabei und das blutversprechende FSK 18 Schildchen ist drauf. Ergebnis: der gute Reggie schaut für ne schlappe Minute vorbei und auch der Rest wäre mühelos mit FSK 16 genehmigt worden.
Ansonsten bietet Interstate einen mittelmäßigen Mix aus Roadmovie und Thriller um einen DJ der versucht seiner Freundin nach LA hinterher zu trampen. Die erste Mitfahrgelegenheit liegt bei einem Tankstop bald tot neben der Karre und hier beginnt die Serie der Unlogischkeiten und seltsamen menschlichen Verhaltensweisen, die den Film nur schwer genießbar machen. Statt nämlich jetzt die Cops zu rufen packt (der nicht kriminelle) Edgar die Leiche in den Kofferraum, entsorgt sie in der Wüste und klaut Auto und Besitztümer. Und wenn ich schon weiß das ich in einem geklauten Wagen fahre, was mache ich dann? Klar, ich nehme zwei aufdringliche Anhalterinnen mit und gebe mich mit der Identität der Leiche aus.
So geht das munter weiter, denn statt die nervigen Zicken spätestens dann achtkant rauszuschmeißen, als sie ihm LSD Kaugummis unterschieben und generell rumnörgeln, läßt sich der Weichei Held von den beiden Grazien nach Herzenslust rumschubsen, spätestens hier muß man der Meinung sein, das Eddie sein zukünftiges Schicksal verdient.
Ein Ehrenpunkt gibts immerhin dafür, das man sich am Ende noch einen Twist rund um einen Drogendeal aus dem Ärmel schüttelt, was ich der einfachen Produktion gar nicht mehr zugetraut hätte. Mit nicht einmal 80 Minuten Laufzeit gibts auch nicht allzu viel Leerlauf. Nur schade das nicht eine Figur in der Handlung ist mit der man ansatzweise sympathisieren kann, was deren weiteres Schicksal einem herzlich am verlängerten Rückgrat vorbei geht.
4/10

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