Basierend auf der Frage, ob der Terroranschlag auf das World Trade Center in New York am 11. September 2001 hätte verhindert werden können, wird in diesem Doku-Thriller der offizielle Bericht der 11. September-Kommission hinterfragt, sowie auf den Einfluss des Angriffs auf den Rest der Welt eingegangen. Dabei wird der Alltag von Angestellten der US-Regierung gezeigt, die unabhängig voneinander erste Vorzeichen für mögliche Terroranschläge registrieren und diese an ihre Vorgesetzen melden. Ihre Warnungen bleiben in dem Fall jedoch nicht nur ungehört, sondern Ihnen wird sogar gedroht, entlassen zu werden, sollten sie ihre Ängste und Befürchtungen weiterhin in die Welt setzen.
Nanu, jetzt versucht sich die Billigschmiede Asylum an politischem Dokutainment (oder wie das auf neudeutsch heißt) und handelt den offiziellen 9/11 Kommissionsreport ab. Sind die Zeiten des Mockbustern etwa vorbei? Das Cover wirbt dabei großspurig mit "The Asylum, Kult in einer anderen Dimension", selten so gelacht, und der Frage, ob die Geschehnisse an diesem Tag nicht verhindert werden konnten und kommt sogar zum Schluß, daß es möglich gewesen wäre.
Dabei läßt sich durchaus guter Wille erkennen, die damaligen Ereignisse speziell vor dem Terroranschlag aufzuarbeiten. Wir sehen die Aktivitäten diverser US-Behörden, die Ausbildung eines Moslems zum 747 Pilot (der sich dabei gaaaar nicht verdächtig aufführt), weltweite Ermittlungen und die Diskussion sogar Osama Bin Laden durch eine gezielte Spezialmission zu neutralisieren (70 % Chance auf Tötung, 30% auf Gefangennahme). Ich kann jetzt nicht sagen wieviel davon Realität ist und wieviel vielleicht dichterische Freiheit, aber der Ablauf macht einen recht authentischen Eindruck.
Allerdings machen die typischen Asylum Krankheiten den Film doch mal wieder zu einer zähen Angelegenheit. Man greift mal wieder auf die üblichen hausinternen Darsteller zurück mit den üblichen schauspielerischen Ausfällen. Auch der billige Look läßt jegliches Kinofeeling vermissen, das Budget beschränkt sich auf irgendwelche Außenaufnahmen, aber meistens wird lediglich im Inneren diskutiert. Dieses ausufernde Polit Blabla könnte spannend sein, aber viel mehr als die Standard Platitüden fallen den Machern auch nicht ein. Zudem nervt der Kamerasepp, der es nicht schafft sein Arbeitsgerät mal ein paar Sekunden ruhig zu halten, nervig das.
Letztendlich tröpfelt man aber nur ein wenig Wasser auf die Mühlen der Verschwörungstheoretiker, eine abschließende Aussage kann man dabei aber natürlich genau so wenig liefern, wie zu Roswell oder dem Tod von JFK. Zu 9/11 gibt es ja mittlerweile genügend Filme und Dokumentationen, wer da genauere Information oder filmische Aufarbeitungen ist da mit anderen Werken sicher besser bedient, da braucht es diese Taschengeldausgabe nicht.
3/10