Gestern Kult - heute nur noch Schrott? Bei Alfonso Brescias "Die Bestie aus dem Weltall" ist man beinahe so vermessen, genau das zu behaupten. Besagter Regisseur drehte Ende der Siebziger mehrere Italo-SciFi-Heuler, die natürlich alle im Fahrwasser von "Star Wars" schwammen. Mit "Die Bestie..." legte Brescia einen kaum krönenden Abschluss hin.
Im Prinzip hat der Streifen nichts zu bieten, was ihn irgendwie liebenswürdig, interessant oder sonstwie sehenswert machen würde: Die Story ist frei von Sinn und Action sondern einfach nur langweilig... Die Kulissen sind knallbunt-poppig ohne wirklich kultig zu wirken... Der fremde Planet besteht entweder aus nackten Studiowänden oder trostlosen Mischwäldern... Die Raumanzüge sehen aus als wären sie von einem Fetischisten für Regenmäntel entworfen worden... Beim Duell mit den Laserschwertern geht jeder zweite Schlag sichtbar ins Leere... Beim Schusswechsel mit den Photonenknarren gibt es keine Laserstrahlen zu sehen... Der unvermeidliche Querverweis zu dem weitaus besseren Film von Hauptdarstellerin Sirpa Lane ("La Bete") durfte hingegen nicht fehlen usw.
Rätselhaft auch, warum es von diesem leicht infantilen Weltraum-Trash eine aufgesexte Fassung geben musste? Weil ich lediglich die jugendfreie Variante kenne, weiß ich leider nicht zu beurteilen, ob das zusätzlich angefügte HC-Material dem Film weitere Impulse verleiht. Das, was übrig bleibt, ist nichts als ordentlich angestaubter Scifi-Murks, bei dem nicht mal die unfreiwillige Komik der teils grauenhaften Kostüme und wackligen Sets wirklich zum Lachen verlädt. 2 von 10 Punkten.