Review

Der Schweinehundmann!!!


„Slaughterhouse“ aka „Pig Farm Massacre“ fängt direkt mit einem fiesen und augenzwinkernden Intro an, in dem wir (teilweise aus der Egoperspektive) Schweinen durch die verschiedenen Stadien der Schlachtung und Verarbeitung folgen. Und natürlich lässt das auch auf die darauffolgenden 80 Minuten schliessen, in denen die örtliche Polizei und eine Teenagerclique ähnliche Wege beschreiten, es mit dem degenerierten Schlachtersohn zu tun bekommen, der seine Schweine etwas zu sehr liebt - egal ob auf dem Teller, im Arm, im Häcksler oder im Bett...

An eine schlammig-schweinische Mischung aus „Texas Chainsaw Massacre“ und „The Funhouse“ (beide Tobe Hooper!) erinnert dieser Slasher aus dem hintersten Ende der Blütezeit dieser in den glorreichen 80ern. Aber ich mag ihn trotz seiner Schwächen ausgesprochen gerne, sehe ihn als Vegetarier sogar nochmal mit einem ganz anderen Auge. Die mörderischen Messer, Maschinen und Methoden, mit denen sonst die Tiere erbarmungslos und eiskalt getötet werden, kommen nun fast alle spektakulär bei Menschen zum Einsatz, das Schlachthaus (gerade im Finale bei Gewitter) ist exzellent in Szene gesetzt und Joe B. Barton wird als „Buddy Bacon“ sogar dem ikonischen Poster gerecht. Selbst wenn er in echt weder so fies noch so massiv und bullig war, eher klein, freundlich und fast süß. Die Kills sind zwar meist nicht übermäßig brutal, die Opfer sind einem weitestgehend egal und die Handlung ist kaum der Rede wert. Aber Flair, Feeling und der finale Freezeframe stimmen einfach auffällig gut. Ein kleiner, gemeiner Geheimtipp, ähnlich wie „The Mutilator“ oder „Madman“ für Slashersuchties. 

Fazit: führt sie zur Schlachtbank, die Lämmer und Säue! „Slaughterhouse“ ist der Flexetarier am Grill der Slasher. Underrated und wunderbar unschön, unperfekt, unsauber. 

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