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Das Leben und die Ehe von Abbey und Neil scheinen perfekt zu verlaufen. Mit seiner Karriere in der Firma geht es steil nach oben und die Zukunft sieht rosig aus. Doch von einem auf die andere Minute ist dies alles vorbei. Als die beiden Eheleute in ihr Auto einsteigen, wartet ein vermeintlicher Psychopath auf die beiden und teilt ihnen mit, dass er ihre Tochter in seiner Gewalt habe. Wenn die beiden nicht alles tun, was er in den nächsten Stunden von ihnen verlangt, will er dafür sorgen, dass die Kleine stirbt. Dies ist der Auftakt zu einem perfiden Spiel, das mit jeder neuen Aufgabe undurchschaubarer und seltsamer wird.

Spiel mit der Angst ist ein Psychothriller, der zwar recht unterhaltsam ist, aber der richtige Zündfunke nicht ganz überspringen will. Die Story spielt sich dabei recht flockig und auch die ständig im Raum stehende Frage, warum der Ex-Bond das vorgebliche Musterpaar bis aufs Blut quält hält die Spannung aufrecht, wenn man aber mal fünf Minuten nachdenkt, tauchen doch einige Ungereimtheiten auf.
So ist der ursächliche Grund letzten Endes simple Eifersucht, was die finale Auflösung nicht gerade zum Knallertwist macht, auch ist das ganze mühsam aufgebaute Szenario der Beteiligten (ohne jetzt zu viel verraten zu wollen, was gar nicht so einfach ist) einfach nur ein ziemlicher Overkill, der dadurch nicht wirklich glaubhaft wirkt. Der Zuschauer wundert sich doch schonmal, warum das Paar nicht doch mal bei der Polizei anruft, trotz bester Gelegenheiten, oder dem mit Sicherheitsmaßnahmen sehr lax umgehenden Psycho nicht einfach mal physisch entgegen wirken oder ihn wahlweise mal von hinten niederschlagen und ausknocken, das Verhalten der Protagonisten wirkt nicht so, als würden sie alle Möglichkeiten ausschöpfen um das Leben der Tochter zu retten.
Die Grundfrage dabei ist, wie weit würden Eltern gehen um das Leben der Kindeer zu schützen und werfen die rage natürlich auch bei den Zuschauern auf. Am Ende bleibt hier zwar alles friedlich, keinem wird ein Haar gekrümmt, aber zumindest wurde von einem schmalzigen Happy End abgesehen. Die Darsteller machen ihre Sache allesamt gut und es war irgendwie ständig amüsant den sonst auf gut und edel gesetzten Pierce Brosnan als üblen Fiesling zu erleben. Als Thriller ist der Film zwar nett, aber kein Überflieger.
6/10

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