Review

Und da sah ich ihn. Viel versprechend lächelte mich der hübsch gestaltete DVD Schuber mit der Aufschrift „Banned in 43 Countries - Uncut“ an. Das kann nur ein gutes Zeichen sein, dachte ich mir und nahm „Freakshow“ mit. Was folgte war ein weiteres Paradebeispiel für eine wirksame Werbung, für einen absolut grottigen Film.

Eine Gruppe Halunken plus Schlampe haben sich in einem Zirkus einquartiert, mit dem genialen Plan, den Schuppen auszunehmen. Blondie ist sogar noch klüger und hat sich das Ziel gesetzt den Zirkusdirektor zu heiraten und danach die Kohle zu kassieren. Allerdings haben die Hochschulabsolventen die Rechnung ohne die misstrauischen Freaks gemacht.

Na super. Eigentlich klingt die Chose ja gar nicht mal so schlecht. Immerhin sollte ja schon allein die Zirkusumgebung für genügend Abwechslung sorgen. Allerdings sind die Schauspieler so katastrophal schlecht, dass man sich das nicht antun kann. Die erste Stunde passiert mal so überhaupt nichts. Nur dummes, ödes Geseiere wird geboten und dann kommt alles auf einmal. Die Freaks schlagen zurück und der Film ist aus. Von den Effekten gibt es dann auch ganz gut die Kelle und vor allem die Folterung von Blondie ist extrem hart geworden und nix für zarte Gemüter. Nur kann das über den Rest des Films nicht hinwegtäuschen.

Die Handlung und vor allem die Dialoge tun einfach nur weh. Da vögelt Blondie beispielsweise zig Mal mit dem Zirkuschef und dann überlegt sie sich auf einmal, dass sie doch ein Gummi benutzen sollten. Oder es wird praktisch per Megaphon der geheime Plan durch den Zirkus gebrüllt. Der Soundtrack, der aus uralten Musikschinken besteht, ist keinen deut besser. Das Gedudel ist so penetrant, dass ich den Film lieber als Stummfilm gesehen hätte. Ich war kurz davor, mir das Trommelfell rauszureißen.

Regisseur Drew Bell hat es nicht ansatzweise verstanden einen brauchbaren Film zu drehen. Dabei wäre allemal gute Genreunterhaltung möglich gewesen. Die Sets sind anständig präsentiert und auch die Freaks, teils Make-Up und teils echte Menschen mit Behinderung, geben dem Film wenigstens etwas Atmosphäre. Dabei sollte noch erwähnt werden, dass sich über die Behinderten in dem Film nicht lustig gemacht wird und so wenigstens ein Fettnäpfen vom Regisseur ausgelassen worden ist. Gratulation!

Fazit: Praktisch ein Musterbeispiel für einen richtigen Filmreinfall. Miese Schauspieler, schlecht umgesetzte Handlung und lahmer Schnitt runden den Film ab. Lediglich die Effekte können positiv erwähnt werden.

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