Karibikkreuzfahrt im Fahrwasser besserer Filme
John Cusack, Wendy Gazelle, Ben und Jerry Stiller, in der Karibik, in den 80s, als Actionabenteuerromcom, vom "TRON"-Regisseur... Was sollte da noch schief gehen?! Nicht viel. Oder mehr als man meint. Denn wirklich rund läuft's definitiv nicht, wenn in "Hot Pursuit" ein junger Student auf eine Kreuzfahrt mit seiner bezaubernden Freundin nachreist und zum Helden wider Willen aufsteigen muss...
Urlaubsvideo ohne Biss
John Cusack war damals der hot shit und "Hot Pursuit" müsste eigentlich ein weiteres Starvehikel für ihn sein, ein Selbstläufer. Eigentlich. In Wahrheit ist das Teil super generisch, lahm und wie eingeschlafene Füße. Hübsche Füße, falls es sowas gibt, im türkisblauen Wasser, aber auf jeden Fall eingeschlafene Füße. Total monoton, lieb und ungefährlich. Auch das kann man als Qualität interpretieren. Muss man aber nicht. "Hot Pursuit" hat's nie eilig und kommt nie so recht aus den Startblöcken. Miss Gazelle lässt meine Herz gleichzeitig hüpfen und schmelzen. Und die Karibikbackdrops sind natürlich ebenso Eyecandy. Und den starken Score von Rareview will ich hervorheben. Dass Lisberger sich nach "TRON" einen solchen Richtungswechsel erlaubt hat. Und dass Ben Stiller mal eine wirkliche Badyguyrolle angenommen hat. Und die wahrhaft bescheuerten deutschen Titel muss man auch nennen. Doch im Grunde ist "Hot Pursuit" unauffällig wie ein Mitläufer viel, viel besserer Konkurrenz und Alternativen dieser Zeit.
John Hughes meets "Das Traumschiff" - mit einem Schuss "Rambo"!
Fazit: Nett, harmlos, läuft so mit. Kein Geheimtipp, kein Flop. Einfach ein passables Nachmittagsfilmchen dieser Zeit mit tollen Locations und zu wenig Witz, Drive, Schwung im Drehbuch. Ein Verfolgungsversuch.