Collateral Damage
Dieser neueste Arniestreifen wurde nach dem 11. September erst einmal aufgeschoben, wohl um nicht einen Massengenozid in den USA hervorzurufen.
Arnold ist ein Feuerwehrmann, der bei einem feigen Bombenanschlag seine Frau und seinen Sohn verliert. Weil die zuständigen Behörden (vor allem das FBI und CIA) zu doof sind, was zu tun, reist er selbst nach Kolumbien, um mit dem Gesindel aufzuräumen.
Doch das ist, als Fans die an seine Mordorgien in „Kommando“ gewöhnt sind, leider unspektakulär. Denn bis auf die Ausnahme, das der Terroristenlump am Ende ein Beil sausend in die Brust bekommt, ist von Gewalt nicht die Rede. Es wird etwas geschossen, gerannt, und viel gelabert. Arnold wird wohl älter, und geht die Sache langsamer an. Obwohl seine Filme moderne Ausgaben von „Ein Mann sieht Rot“ sind, fand ich Collateral Damage sehr ausgewogen. Der Mangel an Gewalt wird durch einen ernsthaften Arnold wettgemacht. Aber am Ende des Films wird die alte Klischee-Mühle wieder angeworfen: da wird die Frau vom Terroristenführer, die erst, ganz Amerika, die Besinnung zum Guten heuchelt, wieder die geifernde Killermaschine, die nicht vom Morden absehen kann. Das dies dem Spannungsaufbau, nicht aber der Logik dient, sei dahingestellt. Es schadet dem Film, der durchaus unterhaltsam ist, wenig.
Alles in allem: ruhiger, aber dennoch anspruchsvoller als alte Arnold-Mordorgien. 7/10