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1969 war die große Zeit der Italo-Western. Also musste natürlich auch Elvis Presley mit Dreitage-Bart und schmuddeliger Kleidung über die Leinwand reiten. Allerdings hat sich der King of Rock´n´ Roll damit keinen Gefallen getan. Die Story von "Charro" - falls man das überhaupt so nennen kann - hinkt an allen Ecken und Enden. Zwar singt Elvis nur den Titelsong "Charro", aber allein diese Tatsache wertet den eher langweiligen Western auch nicht auf. Die schauspielerischen Qualitäten des King lassen ebenfalls zu wünschen übrig. Bereits in der Vergangenheit hat Elvis gezeigt, dass er es wesentlich besser kann - wenn man ihn dementsprechend fordert. Anspruchslose Rollen wie die in "Charro" war der King auch ziemlich leid, hatte er doch in den Jahren zuvor überwiegend belanglose Schlagerfilmchen gedreht. Nach "Charro" kam dann in filmtechnischer Hinsicht auch nicht mehr allzu viel, da Elvis bereits stark an seinem Bühnencomeback arbeitete. Von seinen insgesamt 33 Filmen (incl. 2 Dokumentarfilmen) ist "Charro" zwar nicht der schlechteste Beitrag (das war eindeutig "Harum Scarum - "Verschollen im Harem") aber auch nicht gerade ein Meilenstein seiner Schauspielkarriere.

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