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Für einen Frauengefängnisfilm, besonders für einen aus Japan, sind recht wenig Exploitation und Pfeffer drin. Die viele Seifenoper und speziell die Freundschaft zwischen der Heldin und einer anderen Mitgefangenen schwächen die paar durchaus vorhandenen blutigen Gewaltspitzen erheblich ab. Wir haben es auch nur mit einer Rächerin in der Lightversion zu tun, weil sie viel zu brav und hilfsbereit ist - also von wegen "giftiger Skorpion". Der Ausbruch gegen Ende läuft auch viel zu reibungslos ab und generell setzt der Plot zu sehr auf Zufälle. Allerdings, und das wertet die preiswerte Direct-to-Video-Produktion im Vergleich zu den meist grausig schlechten europäischen Genrevertretern aus den 70ern sogar deutlich auf, sind die Insassinen bis auf wenige Ausnahmen ganz hübsch und der Inhalt des Films beschränkt sich bei weitem nicht bloß auf breit ausgewalzte Duschszenen und unmotiviertes Damenwrestling.