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Das ist die pure Lust am (80er-)Leben


„Better Off Dead“ mutet auf dem Papier wie US-80s-Teen-Coming-of-sage-RomCom-Dutzendware an - ist dann im Endeffekt aber viel abstrakter, surrealer und unstromlinienförmiger als man meint. Es geht um das Leben, die Liebe, den Tod und das kreativ-konfuse Kopfkino eines Jugendlichen zwischen Ski, Selbstmord und die Sehnsucht auf den Sinn hinter allem. Fast genauso ein gutes Doppel mit sowas wie „Harold & Maude“ wie mit näherliegenden Youth-Hits a la „Ferris Bueller“ - das ist erstaunlich!

Teilweise erinnert „Better Off Dead“ eher an Brooks, Python oder Gilliam - und das sind definitiv tolle, unerwartete Vergleiche und quirlige Anflüge. Surreal und süß, das sind die ersten Attribute die mir zu diesem augenzwinkernden Popkulturpanoptikum einfallen. Cusack in Topform. Mit 80s-Flair, aber keinesfalls nur darauf bauend. In seinen Nuancen und Hintergedanken wesentlich tiefer und tragischer als Vergleichbares. Die französische Austauschschülerin ist der Stoff aus dem jugendliche Träume sind. Es gibt Skirennen zwischen spektakulären Stunts, Show und Slapstick. Das alleinstehende Cartoonintro gibt schonmal die Richtung vor. Liebeskummer und Lusttropfen. Traumsequenzen. Oder doch nicht. Eine skurrile (Gedanken-)Welt voller Hormone, Melancholie bis Depression. Und doch eine sehr gute Zeit. Respekt! 

Fazit: alles andere als nur dein typischer 80s-Coming-of-Age-RomCom-Hit - „Better Off Dead“ kombiniert diese Schiene mit feinstem, chaotischem Surrealismus und Absurdismus. Was das Ganze noch spezieller, eigener und besser macht! 

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