Peter Weller spielt einen Geschäftsmann, der zusammen mit seiner zweiten Frau, gespielt von Bridget Moynahan, und seinen beiden Kindern nach Afrika reist. Während Weller an der Planung eines Staudamms arbeitet, werden seine Frau und seine Kinder von einer Meute Löwen überfallen, die ihren Führer töten. Während die drei den Wagen nicht verlassen können, startet er eine Rettungsaktion.
Wie viele langweilige, kalkulierbare Fließbandprodukte sollen bitte noch Erscheinen, bis den Machern solcher Horrorfilme endlich mal etwas Neues einfällt? Das Schema F ist doch wirklich schon abgenutzt genug, aber von vorne:
Wir hätten da eine moderne Patchworkfamilie, wobei sich die überaus junge Stiefmutter und die entsprechende Stieftocher überhaupt nicht ausstehen können und dann wären da natürlich noch die überaus blutrünstigen Löwen, die den Führer fressen und die Stiefmutter mit den beiden Kindern zwingen, im Wagen zu bleiben, während Daddy zusammen mit einem kernigen, frei nach dem Klischee konstruierten Jäger einen lächerlichen Rettungsversuch startet. Während sich die beiden Frauen immer näher kommen und Regisseur Darrell Roodt immer kalkulierbarer auf sein Happy End zusteuert, verliert sich der Film dann endgültig in seinen Genreklischees und rutscht auf einen vollkommen unterirdischen Unterhaltungswert ab. Immer wieder steigen diverse Personen, die noch nicht kapiert haben, dass die Löwen immer noch in der Nähe sind aus dem Wagen, um dann festzustellen, dass sie doch noch da sind, um dann schreiend wieder in den Wagen zu laufen. Teilweise wird der Film dabei beinahe trashig, auf ein halbwegs solides Unterhaltungsniveau kommt er wegen seiner Vorhersehbarkeit keineswegs.
Der Score ist unauffällig und vermag es nicht, eine gespannte Atmosphäre aufzubauen. Die Löwen wirken ebenfalls nicht sonderlich bedrohlich, da hat das DVD-Cover aber ganz was anderes versprochen. Die Splatter-Szenen, wenn man sie denn überhaupt so nennen kann, sind nicht einmal so blutig wie eine durchschnittliche Tatortfolge und die Action-Szenen sind so rar, das auch sie den Unterhaltungswert nicht heben können. Es ist definitiv so ziemlich alles schlecht und ein erneuter Beweis für das Unvermögen des B-Movie-Regisseurs Roodt. Unterm Strich bleiben ein paar ganz nette Naturaufnahmen, von der malerischen Landschaft Afrikas und ein paar ganz nette Einstellungen von diversen afrikanischen Tieren, die man im Zoo so nicht zu sehen bekommt, sowie ein kleines bisschen unfreiwillige Komik, aber das ist viel zu wenig. Immerhin ist das Erzähltempo so hoch, dass keine längeren Leerläufe produziert werden, aber so krankt der flache Horrorfilm zusätzlich auch noch an seiner Kurzweiligkeit.
Selbst der Cast passt sich dem unterirdischen Niveau an und fabriziert nichts als Müll. Peter Weller, der sich schon seit Jahrzehnten mit Auftritten in B-Movies und TV-Serien durchschlägt ist dabei noch am besten und präsentiert eine halbwegs solide Leistung, lässt sich seine Langweile aber mehr als deutlich anmerken. Bridget Moynahan, die in "I, Robot" und "Lord of War" eigentlich gezeigt hatte, dass sie es besser kann, bleibt unter ihren Möglichkeiten, ist in gefährlichen Momenten zu hysterisch und in gefühlvollen absolut unbeholfen. Auch ansonsten gibt es ausschließlich schlechte Leistungen zu sehen, die beiden Quälgeister sind vollkommen unbeholfen und der kernige Jäger scheitert an der Klischeehaftigkeit seiner Rolle.
Fazit:
Mit einer vorhersehbaren 0815-Story, einer ideenlosen Inszenierung, die zu keinem Zeitpunkt Spannung aufkommen lässt, einem schwachen Cast und einer ganz netten Optik ist "Prey" ein misslungener Horrorfilm, der allerhöchstens Fans des Genres gefallen wird und teilweise sogar unfreiwillig amüsant wird.
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