Horrorfilme um mordende Puppen haben eine lange Tradition in der Geschichte des Genrekinos. Seien es die „Puppet Masters“ Filme von Charles Band oder zuletzt „Dead Silence“ von James Wan. Der populärste Vertreter dieser Gattung dürfte zweifelsohne „Chucky“ sein, welcher es mittlerweile auf 5 Teile gebracht hat. Der neueste Eintrag in dieses Genre ist „Triloquist“ um die mörderisch veranlagte Puppe Dummy.
Story: Der stumme Norbert und seine schlampige Schwester Angelina sind zusammen mit ihrer Puppe Dummy auf dem Weg nach Las Vegas. Dort soll Norbert als Bauchredner das große Geld scheffeln. Auf den Weg in die Glitzerstadt ziehen die drei eine blutige Spur quer durch Land.
Es gibt einige Vokabeln, welche mir durch den Kopf schossen, als ich „Triloquist“ gesehen habe: „Albern. Abgedreht. Bescheuert. Vollkommen Wahnsinnig und Krank.“ Ja, der Film ist totaler Trash, aber mir hat der Film gefallen und ich hab wirklich jede Sekunde genossen. Würde ihn sogar als besten und unterhaltsamsten Film betiteln, welchen ich seit langer Zeit gesehen habe. Der Film mutet an wie ein wilder Cocktail aus „Chucky, die Mörderpuppe“ und „Natural Born Killers“ und macht tierisch viel Spaß beim ansehen. Mark Jones’ Bastard von Film ist ein Terrormovie par excellence und stellt jeden Direct-to-DVD Film, welcher in den vergangenen Wochen in die Videotheken kam, meilenweit in den Schatten.
Auch wenn es nahezu keine Onscreen-Gewalt gibt, ist die Einstufung „keine Jugendfreigabe“ mehr als gerechtfertigt. Denn „Triloquist“ ist einfach nur wahnsinnig krank. Hierbei liegt die Betonung eindeutig auf „wahnsinnig“. Dies ist zum größten Teil der Verdienst von Paydin LoPachin, welche die Rolle der Angelina spielt. Sie ist nicht nur verdammt heiß, sondern spielt Angelina einfach nur kongenial und man kauft ihr die Psychopatin ohne weiteres ab. Großartig auch ihre Wortgefechte mit der Puppe, in der Dummy nur sagen muss, wie „geil doch die Titten von ihr sind“ um sie wieder zu beruhigen. Zwar vollkommen bescheuert, aber anderseits einfach zum schieflachen.
Allgemein wirkt der Film teilweise extrem überzogen und kommt wie eine Parodie auf die Puppenhorrorfilme und Roadmovies rüber. Es gibt wirklich einiges zum Lachen in „Triloquist“. Die Animation der Puppe ist zwar nicht die Beste, was den Spaß aber keinen Abbruch tut. Ansonsten hat der Film einen recht konstanten Spannungsbogen und es kommt vor allen in den fiesen Szenen auch ein leicht debile Terroratmosphäre auf. Hab ich was vergessen? Ja, den Nudiy-Faktor. Titten gibt’s nämlich auch, zwar nicht von der Hauptdarstellerin aber ein paar Stripperinnen dürfen ihre besten Stücke offenbaren.
Eigentlich wollte ich mir die euphorischen Reviews ja abgewöhnen, aber bei einigen Filmen überkommt es mich einfach und „Triloquist“ ist einer dieser Filme. Wer also gegen trashige Unterhaltung nichts einzuwenden hat in der es auch mal ziemlich rabiat zugeht, dann sollte in jedem Fall mal ein kleiner Blick riskiert werden. Bis jetzt der Beste Horrorfilm den ich dieses Jahr gesehen habe und macht Rohrkrepierer wie „Zombie Strippers“ oder „Lake Dead“ fast schon wieder vergessen.