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Norbert, der seit seiner Kindheit nur über eine Puppe spricht und seine Schwester Angelina hatten eine schwere Kindheit. Nun, knapp in ihrem 18. Lebensalter, wollen sie nach Las Vegas, wo Angelina einen Freund treffen will. Doch der Weg dorthin wird zu einem Alptraum und es gibt einen Stapel Leichen, denn die Puppe scheint ein Eigenleben zu haben und Angelina scheint total verrückt zu sein. Mitten auf dem Weg entführen sie eine Frau, welche Norbert ein Kind gebären soll. Doch die Polizei ist dem Trio schon auf den Fersen.

Einerseits ist es ja wirklich löblich wenn Horrormacher mal ein neues Konzept aus probieren. Hier wird versucht Chucky die Mörderpuppe mit dem Roadtrip von the Devils Rejects zu kombinieren. Andererseits sollte sowas dann natürlich auch ein wenig durchdacht sein, den Triloquist (was soll der Titel eigentlich bedeuten?) funktioniert als schwarze Komödie genauso wenig wie als humoriger Splatterfilm.
Besonders die Späße die hier getrieben werden sind mehr als gewöhnungsbedürftig. Soll ich etwa grinsen, wenn die stupid young bitch zum gefühlten hundertsten Male das Wort Titten in den Mund nimmt? Soll ich geil werden wenn erwähnt wird, das das Entführungsopfer sich die Pflaume enthaart? Soll ich lachen wenn ein puppiger Holzaugust einen schmierigen Kerl verbal entmannt? Irgendwie paßt hier alles nicht zu einem auch nur halbwegs gelungenem Ganzen zusammen.
Zugeben mußte ich allerdings das an drei Stellen auch ein paar gute Jokes waren, der Gag mit dem Ex Magnum Sidekick Larry Manetti ist sehr gelungen, auch Dummys Erschießung eines Bullen mit unerwarteten Rückstoßfolgen war auch spaßig ebenso wie der Pfefferspray Joke in der Strip Bar. Der Rest allerdings ist mäßig amüsant, manchmal denkt man hier einfach nur, mach hinne du Film.
An Gewalttätigkeiten gibts ebenfalls nicht viel zu sehen, mehr als ein paar Blutspritzer aus dem Off gibts hier nicht, ab und zu wird einer umgeballert aber niemals wirklich brutal, auch wenn der Film eigentlich eine grundzynische Einstellung hat. Da helfen auch die vielen s/w Kameraspielereien mehr um das ganze aufzulockern. 
Zudem sind die Hauptfiguren zwei solide Unsympathen, denen man eher Gevatter Tod in die Bluse bzw den Hohlkopf wünscht. Schauspielrisch werden zwar gute Leistungen geboten, aber wenn einem die Charaktere hintenrum vorbei gehen, hilft das auch nicht mehr so viel. Insgesamt bleibt Triloquist eine recht laue Nummer, der wohl niemanden ansprechen dürfte.
3/10 

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