Review

kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 30.12.2012

Sehr komplexes, ungewöhnlich arrangiertes Portrait der französischen Chanson-Sängerin Edith Piaff. Der Film beginnt im Alter, geht dann in die Jugendjahre, wechselt wieder ins Alter und hangelt sich dann chronologisch von einer Phase zur nächsten, bis man wieder im Alter angekommen ist. So werden kausale Zusammenhänge verständlich gemacht und anschaulich erklärt, wie Piaff zu der Person wurde, die sie am Ende war, wie sie durch ihre Lebensbedingungen als Kind, durch den plötzlichen Erfolg und die privaten Schicksalsschläge geprägt wurde. All das wirkt nicht aufgesetzt, sondern durchaus schlüssig; einzelne Szenenmontagen wie diejenige, in der Piaff verzweifelt durch ihre Wohnung läuft, eine Tür aufreißt und plötzlich vor dem Publikum auf der Bühne steht, wirken bei all der künstlerischen Freiheit, die man sich hier gewährte, durchaus meisterhaft. Marion Cotillard spielt Piaff sehr akzentuiert, während ihre Maske leicht übertrieben wirkt; vergleicht man sie jedoch mit realen Aufnahmen der Piaff, muss man diesen Einwand wieder beiseite schieben – die Ähnlichkeit ist gerade in ihrer vermeintlichen Übertriebenheit verblüffend.

*weitere Informationen: siehe Profil

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