Review

Ein Sequel aus der Reihe ideenlos, schwach und ohne Konzept. Während „Hills have eyes“ noch mit seiner besonders drastischen Gewaltdarstellung schockieren konnte, wirkt der zweite Teil einfach nur ausgelutscht.
Dafür ist wahrscheinlich an erster Stelle der dumme Plot verantwortlich. Hier wirkt nichts unmittelbar und das liegt an der Wahl der Opfer. Im ersten Teil war es eine Mehrgenerationen-Familie, die für jeden eine Identifikationsfigur bot.
Jetzt sind es Soldaten … aber Soldaten geraten nun mal nicht zufällig in einen Kampf ... und es ist auch nichts Besonderes daran, wenn sie kämpfen und im Kampf getötet werden. Taugt das wirklich noch als Filmidee?

Doch zurück zum Plot. Woher kommen die Soldaten? Von einer Übung. Was machen sie in der Wüste? Sie sollen Wissenschaftler beschützen, die in dem seltsamen Sektor 16 arbeiten - und natürlich schon vorher niedergemetzelt wurden. Naja, Wissenschaftler mag sowieso keiner in Horrorfilmen … Also was soll hier spannend sein?

Die Frauen. Welche Frauen? Sind nicht unter den Soldaten heutzutage auch Frauen? Jawoll Sir! Und was können Frauen? Blasen? Falsch, das können bei den Soldaten auch einige Männer (kleiner Scherz - hat mit dem Film nichts zu tun). Nein, die richtige Antwort lautet: Gebären!

Folglich sehen wir in der allerersten Szene von Hills have Eyes II eine junge Frau beim Gebären in schmutziger Umgebung. Was gebärt sie wohl? Natürlich einen neuen Mutanten. Aha, denkt man sich, da hat man sich wohl an die stärkste und widerlichste Szene vom ersten Teil erinnert. Ja, genau die, in der das Teenagermädchen vor den Augen ihres Bruders von Mutanten vergewaltigt wird …(kein Kommentar).
Und dann hat man diese Idee weitergesponnen für einen zweiten Teil.

Demnach sollen die Mutanten Interesse an Nachwuchs zu haben. Das ist immerhin eine neue Idee. Aber das ist dann auch alles – es gibt keine weitere Entwicklung der Idee und keine Szene, in der dieser Gedanken weitergesponnen wird.
 
Im gesamten weiteren Verlauf des Films gibt es tatsächlich keine Mutanten-Babys oder Kinder-Mutanten zu sehen. Warum eigentlich? Es kommt dadurch auch nicht zu einer vielleicht spannenden Situation, in der die Soldaten entscheiden müssen, ob sie die Kinder töten sollen oder nicht.

Im Prinzip ist das eine klare Abschwächung des ersten Teils, in dem Mutanten-Kinder zu sehen waren.
Es gibt ohnehin keine neuen Erkenntnisse über die Mutanten. Es wird auch nicht erklärt, warum sie überhaupt existieren(insofern haben Leute, die den ersten Teil nicht gesehen haben schlechte Karten).
Die dämlichste Idee für die Erzeugung von Spannung ist jedoch der Rückgriff auf Soldaten als Protagonisten. Dadurch wirkt der Film wie der tausendste Aufguss eines alten Zombiefilms bei dem die Helden der Army gerufen werden.

Das einzig positive am Film ist die hübsche Darstellerin Daniella Alonso (Amber), die sogar ganz gut spielen kann. Doch natürlich ist das insgesamt zu wenig – zumal dieser zweite Teil noch nicht mal halb so spannend ist, wie der erste Teil. Viel zu vorhersehbar ist die Frage: Wer ist der Nächste.
Insofern ist man auf den nächsten Film von Regisseur Martin Weisz ganz gewiss nicht gespannt.

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