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Wes Craven bescherte uns 1977 "The hills have eyes", einen mittelmäßigen Horrorfilm mit – durch Atomversuche entstandenen – Mutanten, die sich Touristen schnappen (Stichworte: Abkürzung und Tankstellenwärter) und verspeisen. 2006 gab es dann ein recht erfolgreiches Remake gedreht von Alexandre Aja (High Tension). Craven agierte hier als Co-Autor und Produzent. Vom Erfolg getrieben haute man 2007 gleich noch Sequel raus. Mir tut wirklich jeder leid, der da ins Kino ging. Martin Weisz, der versuchte mit dem skandalösen Kannibalismusvorfall des Herrn Meiwes einen Schnellerfolg zu landen, mit dem tollen Titel "Rohtenburg", wurde auf den Regiestuhl gesetzt und was er von da aus fabrizierte ist wirklich aller Ehren wert; denn schlechter geht es kaum noch. Man kann diesen Film eigentlich nur unter der Prämisse ertragen, dass es sich eher um Horror-Trash als um einen ernsthaften Horrorfilm handelt. Hatte das Remake wenigstens noch die Intention ein bißchen ernst daherzukommen, womöglich noch mit einer leisen Note der Kritik bezüglich der Atomversuche, verliert sich dieser "zweite Teil" nur noch in billigem Splatter und idiotischer Handlung. Die Handlung:

Ein Team von Wissenschaftlern untersucht irgendwas in den Hügeln. In den Höhlen der Hügel befinden sich die Mutanten und leben dort. Sie holen sich die Wissenschaftler. Dann erfolgt ein Umschnitt auf eine Kampfszene während einer Militärausbildung. Eine Handvoll Rekruten – die von ihrem Ausbilder aber als zu dusselig eingestuft werden – wird nun zu den Hügeln geschickt, um den Wissenschaftlern irgendwas zu bringen. Natürlich sind die Wissenschaftler weg. Sie erhalten ein Notsignal per "Spiegel gegen Sonne" ganz oben auf dem Hügel und machen sich auf den Weg. Dann folgt das übliche: Einer nach dem anderen verschwindet.

Diese Masche hat man schon etliche Male gesehen. Okay, einige Beispiele gibt es ja auch für eine gelungene Umsetzung dieser Handlung. Aber bei diesem Film ist wirklich alles schlecht.

1.) die Schauspieler. Alle unbekannt und unbegabt gleichzeitig. Unerträglich. Wie eine gecastete Band hopfen die Mädels und Bübchen durch den Abenteuerspielplatz.

2.) die Dialoge. Natürlich kann man bei dieser Art von Film diesbezüglich nicht viel erwarten. Aber ein bißchen mehr als gefühlte 5000-mal "Scheiße" und "Fuck" kann es doch sein, oder?

3.) Die Mutanten. Im Remake fand ich sie eigentlich ganz gelungen. Jetzt sehen sie alle aus wie bei Tromas "Toxic Avenger". Lächerlich.

4.) Spannung. Kann man in Zusammenhang mit diesem Film nicht ausmachen.

5.) Splatter. Nur plakativ, das ist bei vielen Horrorfilmen ähnlich, hier aber extrem auffällig und daher lächerlich. Hauptsache, mal mit dem Finger ins Hirn gebohrt. Ganz schlimm.

Fazit: Unerträglich schlecht. Konnte man das Remake noch bis zum Ende schauen, muss man sich hier regelrecht durchkämpfen. Hier hat man wirklich alles falsch gemacht. Hoffentlich bleibt uns ein dritter Teil erspart. 0/10

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