Beim ersten Teil brauchte man schon etwas Phantasie, um eine Interpretation mit politischem Bezug sich zusammen zu reimen. Nicht so bei Teil 2, da wird es sofort der Nahost Konflikt, in dem die USA mit spielt,serviert. Der Angriff der Mutanten auf einen Trupp US Soldaten in einer kargen Landschaft wirkt wie ein Guerilla (oder Terror) Angriff im Irak oder Afghanistan. Aber auch warum die bösen Mutanten angreifen wird gleich zu Beginn geklärt. Ganz klar die wollen sich fortpflanzen.
(Achtung Spoiler Anfang). Diesmal verstecken sie sich in Höhlen und lauern da auf ihre etwas dämlichen Opfer. Die sind US Soldaten auf der Suche nach ein paar Forschern. Nur mit richtigem Militär hat dieser Trupp nichts zu tun. Schießen und treffen können die Herrschaften allemal nicht. Die sind zum Teil übergewichtig und führen sich eher wie Tolpatsche auf. Wildes Rumgeballere, trotzt viel zu wenig Munition, ist an der Tagesordnung. Das man da im Friendly Fire mal einen Kameraden trifft, kann schon passieren. Einer der Helden fragt „ Warum gehen wir immer dahin wo die komischen Geräusche herkommen?". Gute Frage, kann man da nur Antworten. Unsere tollen Soldaten begehen auch lauter Fehler von typischen Opfern in Horrorfilmen. Selbst bei „Ich weiß was du letzten Sommer getan hast" waren die Opfer um einiges intelligenter. Natürlich entfernt man sich alleine von der Truppe, die Munition geht genau im richtigen Moment aus oder man geht nach einem Gefecht auf den Topf usw.... .Tja zu guter Letzt wundert man sich noch über eine Zündschnur. So etwas wirkt eher wie eine unfreiwillige Komödie und man kann bei soviel Dummheit nur den Kopf schütteln. Man weiß immer schon vorher wenn etwas passiert. Überaschend ist es nicht wenn dann plötzlich ein Mutant auftaucht. Fast möchte man den Mutanten zujubeln, wenn sie einen von diesen dummen G.I. niederstrecken. Selbst die Mutanten wirken eher die Dummbeutel, vor allem in der Schlussszene wird dies deutlich. Der Wortschatz dieser Bösewichte beschränkt sich auf: Stirb!. Einer ist sogar blind, trägt aber dafür eine Brille. Es kommt auch keine besondere unheimliche Stimmung auf. So wird zwar die ganze Zeit irgendjemand gemetzelt oder es schreit jemand, aber das ganze ist einfach nicht spannend oder unheimlich.
Eines der ersten Opfer erklärt kurz bevor er stirbt, er hat schon früher von den Mutanten gewusst. Nun ja wieso wurde dann keine Verstärkung geholt? Seine sinnlose Informationen (Geht nicht in die Mine!) hätte er sich sparen können. Dann nachdem er wieder etwas hergerichtet ist, begeht er Selbstmord. Wahrscheinlich hat er gewusst dass die Helden trotzdem in die Mine gehen. Wieder eine sinnlose Szene mehr im Film. (Spoiler Ende)
Jede Unterbrechung des Films, war sie auch noch so unnötig, habe ich dankend angenommen. Zwischen all den ganzen Dummheiten gibt es noch jede Menge Ekel und Gewalt zu bewundern. Aber nur Altbekanntes , nichts Neues. Nach dem fulminanten und wirklich guten Remake des 70er Klassikers wirkt The Hills have Eyes 2 wie ein müder (und auch ganz schwacher) Abklatsch. Ein Film über einen realen Angriff wäre wahrscheinlich besser gewesen.