Review

Sektor 16, ein Gebiet in dem früher Atomwaffen getestet wurden und in dessen Berghöhlen bereits einige Personen verloren gingen. Eine Nachwuchseinheit der US-Armee wird in dieses Gebiet beordert, um die derzeit dort ansässigen Forscher mit Nachschub zu versorgen. Bis auf ein leeres Camp findet die Truppe um ihren Anführer allerdings nichts und niemanden vor. Ein vages Lebenszeichen sorgt für den ersten ernsthaften Einsatz der Soldaten in Ausbildung. Auf dem Berg angekommen geraten sie jedoch in einen Hinterhalt und nachdem ihr Sergeant tot ist, sind die Frischlinge auf sich allein gestellt.

Gerade das, was die meisten dem Film als größte Schwäche auslegen, finde ich eigentlich seine größte Stärke, nämlich die Gesichtslosigkeit seiner Charaktere. Zugegeben die Nationalgardisten sind ein Haufen austauschbarer No Name Visagen, die man nach Filmende sofort wieder vergessen hat, aber wenn ich mir einen Horrorfilm zu Gemüte führen möchte, bei dem einfach nur ein paar Hinterwäldler-Inzucht-Kannibalen einen Haufen Kanonenfutter zu blutigen Mus verarbeiten, dann reicht mir auch genau so ein Film wie Hills II aus. Wozu Tiefgang, nutzlose Love Story oder Arthouse Elemente, es darf auch gerne einfach mal hirn- und inspirationslos vor sich hingeschlachtet werden, back to the horror basics.
Wenn man den Film unter der Prämisse anschaut, wird man meiner Meinung nach sehr gut bedient. Die Story steigt sofort in die Handlung ein und es sind noch keine fünf Minuten rum da sind schon die ersten vier Leute blutig zermatscht worden. Der Goregehalt stimmt jedenfalls. Man merkt das ein gewisses Budget in der Produktion steckt, die Kamera ist immer auf der Höhe des Geschehens und die creepy Musik unterstützt die spannende Atmosphäre recht gut, besonders als der Anfängerhaufen die (eigentlich blöde) Idee hat als Fluchtweg in die Minen zu gehen, wo ja bekanntermaßen die deformierten Klumpen ihr Public Viewing Zentrum haben.
So verkleinert sich die US Army nach bestem 10 Kleine Negelein Prinzip (auch wenn sie nur zu neunt waren) und nicht nur ihnen zerren die ständigen unheimlichen Geräusche auf Dauer an den Nerven und spätestens als die Munition zur Neige geht gibts auch auf Seiten der Maniacs blutige Verluste durch Stein- und Bajonetteinwirkung. Die Masken der Klumpmenschen sehen durchgehend gut, man sieht jedem der Sippe seine mindestens 100 Jahre Inzucht deutlich an und es geht eine merklich ernsthafte Bedrohung von ihnen aus.
Mir hat der Film sehr gut gefallen, einer aus der Kategorie Hirn abschalten und 90 Minuten berieseln lassen, aber das durchegehend unterhaltend. Wer natürlich in jedem Film mindestens ein dutzend Subplots benötigt, sollte die Finger aber von lassen.
8/10

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