Hügel der blutigen Einschusslöcher
In der direkten Fortsetzung des erfolgreichen und starken Hollywoodremakes „The Hills Have Eyes“ bekommen es die übriggebliebenen Mutanten in der atomar verseuchten US-Wüste mit einem Trupp (noch recht unerfahrener) Soldaten zu tun - und so heißt es schnell und trocken Maschinengewehre gegen Macheten…
Army vs. Mutants in the Desert
„The Hills Have Eyes II“ weiß, dass die Karten längst auf dem Tisch liegen und er kommt daher direkt zum Eingemachten. Die Soldaten gewinnen nicht wirklich an Kontur, sind sehr austauschbar. Die Hügel und Höhlen sind nicht übel, aber jetzt auch nicht gerade Highlights. Wortwörtlich zum Teil, da gerade die zweite Hälfte unter Tage unter seiner spärlichen Beleuchtung arg leidet. Brutal ist er dagegen durchgängig, sehr sogar, und seine Anfangsszene mit einer garstigen Geburt gibt direkt mal die Spur vor - hier wird’s geschmacklos und eklig. Gerade die Unrated ist eine echte Schlachtplatte. Und das ist gut so, das will man sehen, das ist die größte Stärke dieses ansonsten ziemlich abstinkenden Sequels, das einen ähnlich Druckabfall zu verzeichnen hat wie es Teil 2 nach Cravens Original in den 80ern ebenso hatte. Die Masken und Ganzkörperkostüme können sich sehen lassen. Die Konflikte in den Rängen der Mutanteninzestfamily lassen extra schmunzeln. Ein paar überraschende Camouflage-Tricks und Shots der menschenfeindlichen Missgestalten können sich sogar sehen lassen. All in all staubig, saftig, satt, stupide. Ein B-Splatter-Fest der zünftigeren Sorte - nun aber deutlich mehr zum Spaß lehnend als zum massiven Terror des viel besseren Vorgängers. Oberflächlich und alles andere als clever. Fun over Schock. Dass die Craven-Familie hier tatsächlich selbst das Script geschrieben hat merkt man kaum - es sei denn die Kills standen schon dermaßen explizit, detailliert und geradeaus drin!
Nasty Motherfuckers!
Fazit: eigentlich ist „Militärs gegen Mutantenmonster in der Wüste und den Höhlen der US-Einöde“ kein übles Konzept. Zudem saftet es unerlässlich nach. Insgesamt doch eher stumpf als Trumpf, eher lauter Höhlenkrampf als spannender Überlebenskampf. Man merkt, dass er aus einer Epoche von „The Descent“ oder „Dog Soldiers“ kommt.