Review

Jahrelang waren sie verschwunden... doch nun sind sie wieder da!

Selbst nach beinahe 15 Jahren Abwesenheit auf der Kinoleinwand hat sich nicht viel verändert. Und das ist gut so... zumindest um dem nostalgischen Faktor Rechenschaft zu ziehen. Noch immer ist unsere Welt durch irgendwelche Superschurken in Gefahr.
Dieses mal (leider) nicht mehr länger durch Shredder und seine Foot Gang, denn der erstgenannte Anführer ist lange besiegt. An diese Stelle tritt ein Unsterblicher der seine 4 versteinerten Generäle wieder vereinen und 13 Monster fangen und in ihre Welt zurück schicken mag. Was ist so böse daran? Nun eigentlich nichts, denn die Geschichte wandelt sich ein wenig. Die Foot Gang tritt übrigens auch wieder auf... nur eben ein wenig anders als früher.

Viel mehr Story wird auch nicht geboten, was so gesehen auch nie der Fall war. Der obligatorische Konflikt zwischen Leonardo und Raphael ist wieder vorhanden und wurde sogar erweitert. Meines wissens war es noch nicht der Fall, dass 2 Turtles gegeneinander antreten. Auch die anderen Figuren entfalten die gleichen Charakterisika wie früher. Mike der wie üblich für ein paar Lacher sorgt, Donatello das Genie, das für alles eine Lösung hat. Man fühlt sich sofort wieder heimisch.

Allein das Intro verlautet bereits, dass es diesmal etwas rauher und düsterer Zugange geht. Man kann hier bei weitem nicht von roher, brachialer Gewalt reden, aber im Gegensatz zu den Vorgängern geht es dieses mal weniger heiter zur Sache, was mir persönlich sehr recht war. Leider verpuffen die leichten Gags direkt wieder, hier hätte man bei der wenigen Zuwendung doch schon ein paar richtige Brüller herauskitzeln können.

Das Hauptaugenmerk liegt auf der Animation. Unsere 4 Recken, Meister Splinter und auch die 5 Gegenspieler sind sehr gut ausgearbeitet. Die Stadt und die Umgebungen sogar herausragend. Die technischen Qualitäten bei einem Kampf während dem Regen waren ein echter Augenschmaus, Spiegelungen, Tropfen- und Welleneffekte... alles allererste Sahne.
Leider konnte ich mich mit der "Verjüngung" von April und Casey nicht ganz anfreunden. Entweder war das nötige Kleingeld nicht mehr vorhanden, oder man wollte sie absichtlich etwas künstlicher und leider auch blasser lassen.

Die Action kommt meiner Meinung etwas kurz, genauer gesagt ist sie etwas hektisch geraten und der ein oder andere Kampf gegen eines der 13 Monster wäre wünschenswert gewesen. Auch wunderte es mich, dass sich April als wahre Meisterin der Nahkampfkunst entpuppte. Möglicherweise hätte ich mir ein paar mehr Zeichentrickfilme sehen oder Comics lesen müssen um dies zu vermeiden.

Sehr gut gelungen ist der orchestrale Soundtrack. Die Atmospäre wurde dadurch immens gesteigert.

Alte Hasen werden durch das veränderte, dunklere Setting möglicherweise nicht allzu sehr angetan sein. Außerdem gibt es so gesehen nichts neues in der Turtle-Welt. Nostalgie dürfte sich aber verbreiten.
Ein neues, und möglicherweise jüngeres, Publikum kann sich unvoreingenommen auf etwas neues freuen.
Beide Gruppen könnten den vielschichtigen Humor vermissen.

Gesamt gesehen ist der neue Tutles Film eine Überschung und ein Ärgernis ihn nicht im Kino gesehen zu haben. Die Atmosphäre konnte mich fangen, die Freude über die 4 Riesenschildkröten wieder in Aktion zu sehen war immens, die Effekte und Animation erhaben und der Soundtrack ein wahrer Ohrenschmaus mit Gänsehautfaktor.
Ich will eine Fortsetzung!

8 / 10

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