Was für ein Dampframmenschlag, mitten in den Magen.
Der Film läuft bei mir immer noch im "sacken lassen" Modus.
Die Story ist schon in ihrer Art recht kirr und abgedreht, aber was dem Zuschauer hier vor Augen gehalten wird,
ist einfach nur KRASS.
Im grossen und ganzen, geht es um eine Band, bestehend aus drei behinderten, die ´nen Schriftsteller für sich als Drummer gewinnen können und auf einem Rockfestival auftreten wollen.
Teilweise hat mich der Film ein bischen an Gaspar Noes "Irreversibel" erinnert, nur hier werden solch bissige und bitterbösen Dialoge vom Stapel gelassen, das man den Film nicht mehr mit "Irreversibel" vergleichen kann.
"Ex Drummer" hat ´ne ähnlich triste Atmosphäre wie "Trainspotting".
Es werden unglaublich viele asoziale Szenen gezeigt, die das Bild vom Film nur unterstreichen.
Ein paar Beispiele : Koen der Sänger der "Band" schlägt mit einem Ziegelstein (?!) das Gesicht einer Frau zu Matsch,
das Kleinkind von Ivan dem Gitarristen der Band und seiner Frau, krabbelt durch die total versiffte Wohnung und spielt mit einer vollgeschissenen Windel rum und "grosser Schwanz" (der Sänger einer konkurierenden Band) geht mit ´nem Schwulen auf die Toilette und drückt ihm seinen 50 cm (!!!) grossen Penis durchs Hintertürchen (nachdem der Schwule von "grosser Schwanz" durchgenommen worden ist und versucht durch die Gegend zu laufen, ist ein Bild für die Götter !).
Wie gesagt, ich muss den Film erstmal noch sacken lassen (was bei mir eher seltener der Fall ist)....der Soundtrack des Films dröhnt mir dafür noch immer in den Ohren ..."Mongoloid...Mongoloid..:" *singt*.
10/10