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5

Brett Piper, bekannt durch A Nymphoid Barbarian in Dinosaur Hell (1990), liefert hier mit minimalsten Mitteln ansehnliche C-Science-Fiction ab. Die erste halbe Stunde spielt sich im Weltall ab, inklusive Raumschiff-Action, dann geht es auf einen Planeten, auf dem mit Rockern und Mutanten die Endzeit herrscht. Matte Paintings, Miniatur-Kulissen und Raumschiffe wechseln sich mit Stop-Motion-Monstern ab. Meistens dient jedoch schlicht die Wald- und Wiesen-Kulisse als Schauplatz. Der Film bleibt ironisch, ohne ins Alberne abzurutschen, und der Held gibt gerne ein paar humoristische Sprüche von sich. Gefallen hat mir auch der schöne Synthie-Score im Berlin-School-Style, der perfekt zum Thema Weltraum passt und in den Sequencer-Läufen Spannung erzeugen soll. Auch wenn permanent etwas passiert, ist das Erzähltempo etwas träge, dennoch eine spaßige und sehr charmante Angelegenheit.

7

Schweinsnasige Außerirdische, per Stop Motion animierte Monster, Endzeitrocker, an Bindfäden hängende Raumgleiter, viel Ironie und ein frecher Astronautenheld, der in der Einsamkeit auf dem Weltraumschiff die Namen von prominenten Frauen, mit denen er gerne in die Kiste steigen würde, an die Wände kritzelt - GALAXY DESTROYER ist ein wahrer Juwel unter den in Vergessenheit geratenen C-Film-Trashern der 80er. Und Brett Piper ist einer der unterbewertetsten Filmemacher überhaupt. Der Mann haut jedes Mal quasi für lau ein mindestens halbwegs unterhaltsames Movie raus und bekommt dafür nur keine Anerkennung und keine Chance auf ein größeres Projekt mit einem einigermaßen annehmbaren Budget. Und warum? Nur weil sein Output nicht so poliert ausschaut wie die Masse? Sehr ärgerlich. Da wird ein Talent gezielt ignoriert.

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