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Nach drei sehr klassisch gestalteten, ernsthaften Poe-Adaptionen änderte Corman mit seinem Episoden-Film „Tales Of Terror“ erstmals das Konzept und ließ in einer Episode Peter Lorre und Vincent Price ihr komisches Talent unter Beweis stellen. Im lose auf einem Gedicht Poes basierenden „Der Rabe“ aus dem Jahr 1963 griff er sodann vollends auf Lorres und Price’ Spaßmacher-Qualitäten zurück und schuf mit dem alternden Boris Karloff in einer der Haupt- und dem jungen Jack Nicholson in einer der Nebenrollen eine was die Dialoge betrifft anscheinend zu großen Teilen improvisierte, familientaugliche, schwarzhumorige Fantasy-Komödie, die bisweilen wie eine Parodie auf das Gothic-Horror-Genre wirkt. Die Geschichte, der mal wieder eine Intrige zugrunde liegt und deren innere Logik man besser nicht in jeder Szene hinterfragen sollte, wird getragen vom grandiosen Overacting Lorres und Price’ und sollte dadurch jeder Altersgruppe viel Spaß bereiten. Erwähnenswert auch die punktgenaue orchestrale Untermalung des Spektakels, das neben viel Humor im Finale dann auch einige sehenswerte Spezialeffekte zu bieten hat. Sicherlich zu recht eine Art Kultfilm, der mich vorzüglich unterhalten und mir Vincent Price noch sympathischer gemacht hat.

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