„Die Folterkammer des Hexenjägers“ ist ein solider Gruselfilm mit Vincent Price in der Hauptrolle unter der Regie von Roger Corman.
Im Jahre 1756 bringt eine Gruppe von Dörflern im walisischen Arkham den angeblichen Hexenmeister Joseph Curwen (Vincent Price) um. Kurz vor seinem Tod verflucht Curwen die Dorfbewohner, auf das ihre Kinder und Kindeskinder unter seinem Fluch zu leiden haben.
Ungefähr 110 Jahre später kommt der Ur-Urenkel von Curwen, Charles Dexter Ward (wieder Vincent Price), nach Arkham mit seiner Frau Ann (Debra Paget). Im Dorf wird Ward alles andere als freundlich empfangen, da die Dorfbewohner ihn ihm den zurückgekehrten Hexenmeister Curwen sehen. Nur der Arzt Dr. Willet erklärt den beiden, wo sie den Curwan-Besitz finden, den Ward geerbt hat.
Im Schloss angekommen, begegnen sie dem Diener Simon (Lon Chaney jr.), der für ihren Besuch schon alles vorbereitet hat. Doch Curwans Geist ist Allgegenwärtig und langsam beginnt sich Charles Dexter Ward zu verändern. Curwans Geist gewinnt langsam die Überhand über Ward und will nun seine Rache beenden...
Ganz im Cormanschen Still erwartet uns hier ein bekannter Gruselfilm mit einem exzellenten Vincent Price in einer Doppelrolle. Price versteht es außerordentlich gut, die beiden Charaktere so unterschiedlich darzustellen, dass der Zuschauer immer weiß, wenn Price gerade verkörpert.
Auch sonst gefallen die Bauten im Film, ein altes walisisches Dorf, dazu der Nebel, ferner spielt der ganze Film meistens im Dunklen.
Hinzu kommt noch ein alter Bekannter, Lon Chaney jr., der Sohn des großen Lon Chaney.
Die Masken sind zwar nicht mehr up to date, erfüllen aber ihren Zweck. Dafür wurde auch gekonnt mit Farben gearbeitet.
Hervorheben sollte man auch die gute und passende Musik zum Film. Ein Theme, was sich zwar immer wieder wiederholt, aber passt wie die Faust aufs Auge.
Zur Kritik muss man sagen, dass die deutschen Übersetzer aus Price mal eben einen Hexenjäger(??) gemacht haben. Auch der tolle Titel mit der Folterkammer passt natürlich überhaupt nicht. Es gibt überhaupt keine richtige Folterkammer. Da spricht der Originaltitel doch Bände.
Fazit: Schöner Gruselfilm aus den 60ern, der dank Vincent Price mehr als Durchschnitt ist.
Für Gruselfans klar zu empfehlen.