"Rip - Offs" sind immer so ein Thema, vor allen wenn die jeweiligen kleinen Schundfilme doch weit eigenständiger geraten und die Linie des großen Vorbildes verlassen, um in eigene Gefilde aufzubrechen. Bei "Galaxy of Terror" ist es teilweise unverkennbar, das es keines dieser 08/15 - Sequelploitation - Cash - Ins ist, wie man es sonst kennen würde und auch "Astaron" und "Alien - Die Saat des Grauens kehrt zurück" haben eigentlich nix gemein mit Ridley Scotts Kultfilm "Alien", nur das es um böse E.T.s geht, die allerdings nen bissl anders aussehen.
Roger Corman der König der B - Kost, neben Charles Band, beauftragte 1980 Bruce D. Clark mit dem Dreh eines solchen Filmes, der nur am Anfang irgendwo an das Ding aus dem Brustkorb erinnert und dann mit etwas gänzlich anderen um die Ecke kommt. "Mindwarp" aka "Haste net gesehen" bietet dem geneigten Genrezuschauer eine recht intelligente Storyline mit nur wenigen unfreiwillig komischen oder trashigen Szenen und baut eine teils sehr intensive Atmosphäre aus und hat obendrein noch recht gute Charaktere zu bieten. Sowas gibt es selten im B - Film, wobei der Film seinen Trashanteil durch viele, wirklich abgefahrene Einfälle irgendwann im Keim erstickt und mit einer Auflösung aufwartet, die manch einen verärgern könnte, da der Film trotz kleinen Budgets mit der Erwartungshaltung gekonnt spielt und diese aufbröselt in etwas, was doch den Gestus psychologisch angehauchter Horrorkost hat. Das spiegelt sich auch in dem Überfall einer Riesenmade wieder, der mit der Angst vor Intimität oder der eigenen Sexualität spielt und somit stehen viele der gut eingebundenen Schockmomente für verschiedene Arten von Psychosen und Ängsten, die jeher Menschen beschäftigen und überaus verunsichern. Die Handlung ist dafür nur der Aufhänger und hört sich nachdem klassischen "Alien" - Setting an und trotzdem geht es um innere Ängste, die sich in allerlei Schreckensgestalten manifestieren. Das spiegelt sich auch Visuell wieder, vor allem in der Pyramide wo sich ein Großteil der späteren Handlung abspielt und die einige Elemente von Gigers Design - Elementen von "Alien" verwendet und wiederrum sehr stimmig implementiert. Das Spiel mit Licht und Schatten gibt dem ganzen, erst recht, einen sehr unheimlichen Flair und somit kann man kaum etwas vorhersehen, da wirkliche Könner und Talente hier am Werke waren. Das gilt auch für die Schauspieler, unter denen sich auch mit Robert Englund ("Freddy Krueger") und Sid Haig ("Captain Spaulding") zwei waschechten Genreikonen tummeln, die aus ihren zugegebenermaßen recht simpel gestrickten Figuren das Beste rausholen und Ray Walston ("Der Onkel vom Mars") darf trotz der knappen Laufzeit von 78 Min. vielschichtig agieren. Im ganzen ist "Galaxy of Terror" ein Film, der mich schnell in seinen Bann gezogen hat und das lag bei weitem nicht an den teils sehr derben und kreativen Splattereinlagen, sondern an der Auslage der Story, der Atmo und dem visuellen Gestus, der aus einem lächerlichen Budget von 700,000 US $ rausgeholt wurden ist, für so eine Summe bekommt man derartig Clever aufgebautes B - Kintopp heutzutage net mehr.