Review

Einer der frühesten Ableger von Ridley Scotts „Alien“ wurde von Roger Corman produziert, der ja für seine billigen Werke mit charmanten Eigenschaften bekannt ist. An Charme mangelt es hier jedoch komplett, es ist eher purer Trash mit starkem Hang zu unfreiwilliger Komik.

Der „Meister“ schickt eine Crew auf eine Rettungsmission auf einen fremden Planeten, um Überlebende zu bergen. Doch kurz nach ihrer Ankunft und dem Betreten einer riesigen Pyramide scheint ihnen etwas nach dem Leben zu trachten…

Einen roten Faden sucht man bei der dünnen Story vergebens, es geht in erster Linie darum, wie man die Besatzung eines Raumschiffes durch Tentakelmonster oder andere Gefahren dezimieren kann, bis es zum Showdown einen Twist um die Funktion des Meisters kommt.
Leider gelingt es nicht, die Figuren ordentlich einzuführen, die meisten Charaktere wirken unnahbar oder direkt unsympathisch, woraufhin ein Mitfiebern direkt wegfällt.

Die Ausstattung ist natürlich reichlich billig ausgefallen: Viel Plastik und leuchtende Knöpfe im Raumschiff, die Monster sind allesamt aus grobem Latex gewerkelt, die Hintergrundlandschaften sind eine Katastrophe, nur einzelne Örtlichkeiten wie ein Gang in der Pyramide oder eine Röhre sehen einigermaßen annehmbar aus.
Auch übel ist der Effekt mit dem Meister, indem selbiger zu Beginn eigentlich nur aus dem Schein einer Rotlichtlampe besteht und mit leicht hallender Stimme spricht.

Die Lebensphilosophien sorgen indes dafür, die Handlung noch lächerlicher zu gestalten, denn bei den durchweg hölzernen Mimen driftet so etwas grundlegend ins Alberne ab und auch der finale Twist ergibt nicht wirklich Sinn.
Trotz mangelnden Tempos freut man sich allerdings über kleinere Gewalteinlagen, die zum Teil sogar relativ deftig ausfallen. Es gibt einen offenen Schädel, eine Metallspitze im Arm, ein verätztes Gesicht und einen offenen Bauch, sowie abgetrennte Arme und Beine.

Wirklich spaßig ist jedoch eine eher unpassende Szene mit einer mutierten Made, die sich über eine Frau hermacht, - da wollte Corman offenbar unbedingt noch ein wenig nackte Haut einbringen.
Ansonsten dümpelt die Handlung spannungsarm und ohne Höhepunkte vor sich hin und am Ende erscheinen die rund 81 Minuten beinahe schon ein wenig zu lang.
Weltraumtrash für C-Fans, phasenweise ein wenig surreal und von daher stimmungsvoll, ansonsten eine billig heruntergekurbelte Gurke in schwacher Ausstattung und ausdruckslosen Mimen, denn selbst spätere Horrorikonen wie Robert Englund und Sid Haig kommen hier nicht besonders gut weg.
4,5 von 10

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