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Preisgünstig runtergeprügelter Corman-Trasher der zum x-ten mal auf die Dark Planet/Alien -Schiene aufspringt. Eine Weltraumcrew landet auf H.R. Gigers Plastikplaneten aus der Müllrequisite. Bewaffnet mit tödlichen Wasserpistolen und zwei völlig nutzlosen Rucksackreflektoren welche direkt links und rechts hinterm Kopf des Besackten hängen, und die bei jeder Kopfdrehung dem Träger ordentlich dessen Visage verblenden müssten, wird erstmal jede entdeckte Leiche der bereits gekillten Vorgängercrew mit Blastern ins Nichts pulveriziert. Neugieriges Durchsuchen der Leichen ob getragener Dokumente, Notizen oder Nützlichem? Fehlanzeige! Einfach direkt bei Sichtkontakt ins Nirvana fackeln. The Thing lässt grüßen.

Sämtliche folgenden Dialoge laden zum Gähnen ein, die Schauspieler sind wie üblich für das C-Movie Genre gelangweilt weil wahrscheinlich auch massiv unterbezahlt, auch wenn hier Robert Englund sowie Killerclown Sid Haig aus Haus der 1000 Leichen mit von der Partie sind.

Weiter geht es mit dem Abstieg in eine Art außerirdische Pyramide wo fortan die Crewmitglieder "ihren innersten Ängsten" ausgesetzt sind. Wer kennt sie nicht: Die Angst sich von einer mutierten Riesenmade zu Tode ficken zu lassen (Ja das passiert hier), oder die Angst von einem Gummitentakel das Gesicht blutig zermatscht zu kriegen. Besonders clever hat man sich wohl bei der idee gefühlt Robert Englund gegen sein böses Ich antreten zu lassen. Ein schnöder Showkampf wo der späterer Albtraumschlitzer sich einmal mit freundlicher und einmal mit finsterer Miene gegenübersteht, einer mit dem Messer hantiert während der andere per Lasergewehr fuchtelt.

Hier hat man nichtmal im Ansatz versucht sich um einen ernsthaften psychologischen Aspekt Gedanken zu machen. Hauptsache die Crew kratzt auf breiig-blutige Art & Weise ab. Etwas Beleuchtung mit Hintergrundgeschichten einzelner Crewmitglieder und darauf auftretende Ängste, sowas hätte auch mit kleinem Budget funktioniert. Aber ist halt Corman.

Dann gibt es zwischen Splatter, Pappmaché, und einigen kurzen Wegnickern aufgrund von Langeweile teils noch wirklich abstruse Szenen. Zum Beispiel sitzt die Kapitänin hier mit motiviertem Freudenausdruck vor dem Atari Daddelautomat und ballert per Stick auf ein Raumschiff als wolle sie die Highscore des Schiffscomputers knacken. Kurz darauf erfährt man allerdings: Dies sollte gar kein Retrospiel zur Gamingunterhaltung der Mannschaft sein, sondern sie wollte allen ernstes ein soeben aufgetauchtes Flugobjekt mit diesem 8-Bit Holodeckschrott vom Himmel ballern.

Am Ende leuchtet dann irgendein Kopf von irgendeinem Typen rot auf (ich glaube es war der Schiffskoch) und er sagt sowas wie: "Das ist erst der Anfang vom Ende(?)". Aufgeladene Energiepixel, schießen in Zeitlupe aus der Brust des letzten Überlebenden auf den Schiffskoch, und dieser leuchtet nun komplett rot und löst sich auf. Keine Ahnung ob jetzt Happy End oder nicht.

Gut. Reicht dann auch erstmal. Gerade noch so 6 Punkte weil der Planetentrip mir durchgängig durch seine stetige Düsternis einen leichten Schauer über den Rücken gejagt hat, der Synthysound gut passte und er ganz passable Gore- und Schmuddelszenen in petto hatte. Gibt wesentlich beschisseneres, gerade aus dem italienischen Sci-Fi Ripper Genre (Astaron - Brut des Schreckens). Kann man also, muss man aber nicht unbedingt.

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