Yoho, Corman-Trash at its best!
Ein Alien-Rip-Off, wie es im Buche steht, komplett mit bunter Raumschiffbesatzung, die nach einem Crash auf einem unwirtlichen Planeten (die Galaxie des Terror, agraaah) von mysteriösen Wesen niedergemacht werden, die sich letztendlich als ihre eigenen Ängste entpuppen. Und so wird munter auf der außerirdischen Pyramide rumgeklettert und alle bis auf einen müssen dran glauben (wer das ist, macht die Spannung des Films aus).
Von Zeit zu Zeit ein schöner Gore-Effekt aus der Standardschublade zum Wachhalten und nette Bauten machen das Gezuppel genießbar, wobei an Eingeweiden und Körperflüssigkeiten nicht gespart wird. Eine der Sequenzen, in der ein weibliches Besatzungsmitglied von einer ins Riesenhafte mutierten Raupe angegriffen, vergewaltigt und erdrückt wird, hat dem Film dann seinen bösen Ruf wie Donnerhall eingebracht und passt auch irgendwie nicht ganz ins Gesamtbild.
Die Tricks sind größtenteils von wechselhafter Qualität, aber so kennt man ja die Produktionen von Sparfuchs Corman, für den hier der spätere Regie-Titan James Cameron in seinen Lehrzeitjahren das Production Design. Das hat er mit begrenzten Mitteln aber sehr gut gemacht, denn das zeitweise Ausbleiben eines stimmungsvorgebenden Soundtracks macht die semi-grauen Bauten und das halborganisch wirkende Design erst so richtig verstörend - man fühlt sich wirklich wie am Ende des Universums gestrandet.
Für Genrefans ist die Besetzung ganz interessant, auch wenn Edward Albert und Zalman King keine besonderen Leistunge abliefern, während Robert Englund in einer frühen Rolle hier alle seine Chancen nutzt und sich bei dem mäßig engagierten Cast in den Vordergrund spielt. Nominell am Bekanntesten ist dabei Ray Walston, der den Schiffskoch spielt, den man zu keiner Sekunde für denselben hält, weil er eben zu bekannt für die Wegwerfrolle ist. Sid Haig ist auch dabei, aber mit dessen mysteriöser Kämpferfigur wusste Regisseur Bruce D. Clark (dessen letzter Film das war) leider gar nichts anzufangen.
Das ist natürlich bestes Amusement aus der Direct-to-Video-Ecke und die sollte auch mit reichlich Bier genossen werden. Es gibt wahrhaft Schlimmeres als dieses noch verstärkt an die 60er erinnernde SF-Abenteuerchen, daß im Zuge der Alienwelle mal eine neue Idee verbraten wollte, aber irgendwie an dem Konzept interessanter Charaktere und der Novität eines Spannungsaufbaus scheitert und stattdessen von einem Set Piece zum nächsten eiert.
Der nette SF-Thriller für die Hosentasche - für Corman gut und daher mit reichlich Fans im Gepäck, die "den unbedingt mal wieder schauen möchten". (5/10)