Dieser Film ist eine Unverschämtheit!
Die Besetzung ist gleichgeblieben. Sowohl Regisseur (Frank Henenlotter) als auch die Schauspieler sind aus den ersten beiden Teilen bekannt. Da die ersten beiden Teile von mir eine souveräne 7 erhalten haben, hatte ich ganz gute Hoffnungen, dass der dritte Film der Trilogie einen würdigen Abschluss verleihen könnte. Weit gefehlt!
Am Ende des zweiten Teils hat Duane seinen Zwillingsbruder Belial wieder an sich genäht, weil er mit seinem neuen Leben einfach nicht mehr klar gekommen ist. Im dritten Teil sind sie wieder voneinander getrennt. Selbstverständlich hat die allen bekannte "Grannie Ruth" auch eine Gummizelle in ihrem Allzweckhaus, wo sie Duane unterbringt, solange der noch verrückt ist. Belial will jetzt ein eigenes Leben führen, vor allem, weil seine Freundin Kinder gebährt. 12 Stück an der Zahl. Alle natürlich genauso hässlich wie der Vater. Die schwach Handlung des Films besteht darin, dass ein paar Polizisten den Mutanten auf die Schliche kommen und dass sich die Mutanten dagegen wehren müssen. Wenig Potential diese Story.
Viele Handlungsstrenge werden angefangen und irgendwie wieder abgebrochen bzw. werden nicht stark genug beleuchtet. So wirkt der Film teilweise konfus. Das ist aber nichtmal das Schlimmste. Das schlimmste ist, dass das einer der Filme ist, vor dem höchstens 12-jährige Angst bekommen könnten. Mir ist aufgefallen, dass kein einziger der Mutanten auch nur einen Mord begeht. Weder im ersten noch im zweiten Teil. Und das obwohl sie mehrmals von ihrer pseudoautoritären Grannie Ruth zur Rebellion aufgerufen werden. Sie wirken eher wie hilflose lächerliche Kinder, die absolut nichts können und schon gar nicht gefährlich sind. Der Begriff Horrorfilm ist also völlig unpassend. Oft kann man in Filmen durch den Splattergehalt Hoffnung schöpfen. Hier nicht. Zwei gibt es ein paar wenige potentielle Splatterszenen, aber die Effekte sind MISERABEL und wirken kein bisschen real.
Was kann nach diesem vernichtenden Urteil einem Film noch zu Punkten verhelfen? Spannung? Nein, kein bisschen. Wie gesagt, die Handlung ist voll schwach und kann in ganz wenigen Momenten wenig Spannung erzeugen.
Hinzu kommen die erschreckenden schauspielerischen Leistungen. Duane, der in den ersten beiden Teilen noch einigermaßen authentisch und angenehm seine Rolle verkörpert hat, ist abscheulich schlecht. Es scheint fast, als hätte der Regisseur ihn dazu getrimmt, nicht mehr gut zu spielen. Auch Grannie Ruth ist unerträglich in ihrer Leistung. Es ist also einfach alles richtig schlecht.
Besonders genervt hat mich:
Das Lied, dass die Mutanten im Bus singen.
Der Monolog, den die kranke Sheriffstochter über Liebe hält.
Die Babys haben sofort Zähne.
Der Sheriff geht natürlich völlig alleine auf die Mutantenfete, obwohl sich zwei Kollegen vorher zu Tode erschreckt haben.
Ein Klumpen kann problemlos drei bewaffnete Polizisten überwältigen.
Aaaaaaaaaaaaaaah! Ich habe gar keine Lust mehr, was über diesen Film zu schreiben. Die einzige ungewollt lustige Szene ist die, als der Bus von dem Geschäft wegfährt, wo der Sheriff mit Grannie Ruth spricht. Wenn man genau hinschaut, kann man in der Busscheibe die Filmcrew erkennen. Das war der einzige Moment, wo ich lächeln musste. Alle Witze, die wirklich gut sein sollten, waren absolut schlecht.
Fazit: Einer der schlechtesten Filme überhaupt. Hätte man sich sparen müssen. Lasst Frank Henenlotter nie wieder einen Film drehen! NIEMALS REINZIEHEN!!!! Euer
Don