Review

Der Abschluss der Trilogie um den Klumpatsch.
Leider kann Henenlotter nicht an die Qualität der ersten beiden Teile anknüpfen, zu uninspiriert die Geschichte, zu unmotiviert die Umsetzung.
Dabei hatte der erste Teil sogar ein wenig Tiefgang, der zweite eine Menge Humor.
Die Geschichten um die ungleichen Zwillinge waren schon immer dünn, doch hier fehlt das gewisse Etwas, um einigermaßen begeistern zu können.

Wieder einmal Rückblick: Klumpen Belial poppte mit Klumpen Eve, während sein „normaler“ Bruder Duane die Enkelin von Freak-Chefin Ruth versehentlich aus dem Fenster schubste - tot daraufhin.
Duane bekommt eine Zwangsjacke angelegt und Klumpen Eve ist von Klumpen Belial monstermäßig schwanger.
Und während bei Eve schon die Wehen einsetzen, beschließt Ruth, mit dem Bus und allen Freaks im Haus eine Fahrt aufs Land zu machen, denn da lebt Arzt Hal mit seinem freakigen „Little Hal“. Einer der Hals kann dann auch gleich bei der Geburt zur Seite stehen, denn genau ein Dutzend Miniklumpen bringt Eve zur Welt. Leider hat das auch der lokale Sheriff mitbekommen und lässt die Neugeborenen entführen, was Belial natürlich nicht ungestraft geschehen lässt…

Das ist eher eine ideenlose Kopie des zweiten Teils. Wieder mischen eine Menge Freaks unter grotesken Masken mit und die Runde wurde um ein paar Mutanten erweitert. Doch der Humor mag nicht mehr so recht zünden. Während Henenlotter sich beim Vorgänger noch um einzelne Freaks kümmerte, geben sie hier eine Kindergartengruppe ab, die mit Ruth im Bus gemeinsam „Personality“ anstimmen darf. „Muppet Show“ ohne Muppets.

Der stereotype Sheriff ist als Bösewicht nichts wert und so ist es müßig, im Endkampf einen Belial im Kampfroboter gegen den Bösewicht zu sehen, da die Charaktere diesmal vollständig auf der Strecke bleiben. Bruder Duane, im ersten Teil noch mit der Hauptrolle gesegnet, verkommt sogar zu einer nichts sagenden Nebenfigur und wird im Knast von der Tochter des Sheriffs im S/M-Outfit angemacht - völlig aus der Luft gegriffen, wie eine (für sich) gute Idee ohne (passenden) Zusammenhang.

Bis auf eine bemerkenswerte Splatterszene wurde der Blutverlust der Figuren noch einmal merklich zurückgeschraubt und die Masken-FX wurde nicht merklich verbessert, allenfalls etwas feiner ausgearbeitet.
Belials Traum mit den Nymphen ist zwar noch recht amüsant, doch Schmunzeln wird man während „Basket Case 3“ ansonsten nur wenig.
Nein, der Abschluss dieser Trilogie ist kein Aushängeschild für Henenlotter, der hier kein Gespür für Dramaturgie hat und im Schnellschussverfahren noch einen abkurbeln wollte.

Nur für Weidenkorb-Anhänger zu empfehlen…

Vielleicht wird es in ein paar Jahren mal ein Remake von „Basket Case“ geben, gute Regisseure können damit immer etwas anfangen…John Landis…David Zucker…Uwe Boll
Wenn Letztgenannter ran darf, schick ich ihm einen Weidenkorb, da kann er dann seine goldene Himbeere reinpacken…
4 von 10 Punkten

Details
Ähnliche Filme