Review

Hand aufs Herz, die erste halbe Stunde dachte ich, ich penne ein! Dann beginnt der Film urplötzlich an Fahrt aufzunehmen, die Dialoge werden interessant, die Handlung wird vorangetrieben und der ganze Quatsch der ersten halben Stunde scheint vergessen. Die ganzen Schauspielleistungen würde ich mal als sehr souverän bezeichnen, allen voran Farrell spielt sehr positiv. Einen Drecksack, wie er im Buche steht. Auch Edward Norton schafft es, vollends zu überzeugen und vervollständigt wird das Ensemle durch Jon Voight. Der Film hakt an vielen Enden, keine Frage, aber die Entschädigung dafür wird in sehr düsteren Bildern serviert, die dann doch über einiges hinwegtrösten. Gerade aufgrund der aktuellen Gewalt- und Bestechungsdebatte bei der US-Polizei ein sehr kontroverses Grundthema, welches nach einigen Anlaufschwierigkeiten auch gekonnt gemeistert wurde. Eine straightere Herangehensweise gleich von Anfang an, wäre jedoch definitiv besser gewesen. Wer den doch recht kitschigen Schluß ausblenden kann, bekommt dennoch einen guten Korruptionsthriller geboten.
6/10

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