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Der Titel ist beinahe Programm. Der Einblick in die Welt der perspektivlosen Jugend von Seoul und der Verlierer in der aufstrebenden Wirtschaftsnation Südkorea ist viel zu lang geraten und stellt auch so ein äußerst anstrengendes, weil chaotisches Stück Guerilla-Filmmaking dar. Mein größtes Problem mit dieser angeblich authentischen Doku ist, dass sie zu weiten Teilen eben doch ganz klar nach einem Skript abläuft. Es ist auch kaum möglich, Sympathien für die durcheinander schreienden Straßenkids zu entwickeln: Einerseits werden sie von den autoritären Erwachsenen drangsaliert, andererseits frönen diese kleinen Kriminellen ihrer sinnlosen Zerstörungswut und missbrauchen auch mal ein betäubtes Mädel. Einen Gummipunkt gibt es für die echten Bilder von den Obdachlosen, die wirklich Mitgefühl erzeugen. Fazit: Ähnlich monoton, ätzend und schlecht wie KIDS.

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