Auf der Heimfahrt von einer Eröffnungsfeier geraten drei Männer in einen Autounfall, der zur Folge hat, dass sie zwar kaum verletzt, aber in ihrem Auto gefangen sind. Die Autotüren eingekeilt von Baumstämmen, die Scheiben gepanzert und ohne Möglichkeit sie einzutreten, verharren der passive Geschichtsdozent Raphael Baisch (Stermann), sein versoffener wie misanthropischer Schwager Manfred Anzengruber (Grissemann) und der laienhafte Entertainer Bernie Schwanenmeister (Strunk) zusammen und harren der Dinge. Ihr „Proviant" erschöpft sich in einigen Sektflaschen, Heringssalat und einer Kekspackung, die nach kurzer Zeit zum Ausgangspunkt für allerlei Streit wird. Nach langem Warten taucht plötzlich das Schulkind Toni auf, mit ihm keimt Hoffnung bei den Insassen, doch ist der Junge kaum gewillt ihnen zu helfen.
Dieser nicht uninteressante, minimalistische Plot verschenkt leider viel seines Potentials und dies ist unter anderem dem Einsatz seiner Hauptdarsteller geschuldet. Das Late-Night- und Kabarettisten-Duo (Stermann und Grissemann) agiert im Modus ihrer sattsam bekannten Rollen: des sarkastischen Misanthropen und des stoisch die Demütigungen seines Kollegen erduldenden Prügelknaben. Ihre gegenseitigen Beschimpfungen und ihr eitles, wenn auch selbstironisierendes Geschwätz kennt man als geneigter Fan ihrer Arbeiten zur Genüge. Dass sie hier innerhalb eines Spielfilmes operieren, wurde leider nicht zur Veranlassung, ihre Rollen neu auszurichten, oder gar gegen diese anzuspielen. Kenner ihrer Shows, die sich wohl zur Hauptzielgruppe dieses Filmes zählen dürfen, beginnen sich unweigerlich, trotz ihrer nicht uncharmanten Darstellung, zu langweilen. Ähnliches gilt für den dritten Insassen, Heinz Strunk, dessen Faible für detailversessene Beschreibungen von u.a. adoleszenzbedingter Peinlichkeiten und ungelenk missglückter erotischer Erfahrungen zum typischen Merkmal des Autors (Fleisch ist mein Gemüse) und Musikers gehören. So spult jeder in diesem Film sein ihm eigenes Programm, nahezu losgelöst von gegenseitiger Interaktion, ab und schauspielert nebeneinander her. Ähnlich unrund verläuft auch die Inszenierung des Filmes, dem es vor allem an Dramaturgie und Ideen fehlt. Ohne nennenswerte Bedeutung verlaufen ebenso die vermutlich satirisch eingestreuten Elemente. Der Umstand, dass sie in dem einstigen Auto des ehemaligen österreichischen Bundespräsidenten Kurt Waldheim sitzen, dessen braune Vergangenheit für einen internationalen Eklat sorgte, ist so ausgestellt provokant wie letztlich egal. Ebenso der Handlungsstrang rund um ein soziopathisches Schulkind, das perfide Verhaltensexperimente an ihnen durchführt, bleibt nebulös. Für eine Satire ist all das zu unpointiert, für eine Komödie zu wenig lustig und für eine gesellschaftskritische Parabel zu profan. Vielmehr begnügt sich der Film damit, einzelne, für sich genommen, brisant provokante Elemente, wahllos beizumengen. Eine tatsächliche Beschäftigung bzw. Weiterführung dieser angerissenen Inhalte bleibt in Folge aber aus. Stattdessen verfolgt man die körperliche wie geistige Ermattung dreier, wenig herzlicher Zeitgenossen, die sich in erster Linie selbst fertig machen. Die für österreichische Verhältnisse fast schon obligatorisch schadenfroh pessimistische Stimmung des Filmes findet ihren Ausgang in einem, wenig überraschenden, ebensolchen Ende.
Als genüge es, zwei bzw. drei Satiriker in einen Film zu setzen (sic!) und zu warten, bis sich der Rest von selbst ergebe. Der von den Charakteren und ihren Handlungen ausgestellte Weltekel, der in langen Dialogen bzw. Monologen, immer sarkastisch, aber selten gewitzt oder klug, vorgetragen wird, verleiht dem Film noch einen prätentiös wichtigtuerischen Habitus, der allerdings unangenehm selbstzweckhaft daher kommt.