Review

Mit ganz, ganz viel gutem Willen will ich den Machern dieses „Cheapie“ bescheinigen, irgendwas im Sinn gehabt zu haben, was auf eine Genreparodie hindeutete, aber draus geworden ist nicht viel.

Hier haben wir zum x-ten Mal eine Gruppe von herzlich untalentierten Kaspernasen (als Darsteller und als Figuren im Film), die einen Horrorfilm als Debut drehen wollen, das Ganze fast ohne Drehbuch, nur mit einer Kamera und einem Maskenbildnern und einer zickigen Schwester als scheinbarem Star. Das machen sie natürlich in einem verlassenen Krankenhaus, wo ein Zottelhippie gerade das Tor in eine Düsterdimension geöffnet hat.
Kaum hat man dessen Leiche gesichtet, darf sie auch schon mitspielen (nicht, daß wir das „Drehbuch“ für so etwas umschreiben müßten) und der benutzte Sarkophag aka Höllentor läßt bald die übelsten Monster los...

Die „Figuren“ stecken dermaßen bis zum Arsch in Klischees, daß allein ihre Einführung schon zum Tiefschlaf einlädt. Hinten und vorne stimmt gar nichts, alle verhalten sich saudumm und das Vorgehen des bärtigen Crowley-Imitators wird auch nicht näher erklärt.
Schön ist allein, daß fast alle sterben müssen, aber das dauert leider verdammt lange, wenn man die Dialoge nicht ohne Ton genießt.
Da gibt es reichlich mündliche Referenzen an bekannte Horrorfilmregisseure, Darsteller und Figuren, weil es für eine Einarbeitung visuell in den Film an Geld mangelt – und allein dafür müßte man den Machern die Genitalien an den Stuhl nageln.

Die Tricks sind mehr als mäßig, besonders pc-unterstützte Verbrennung der Dämonen am Ende ist ganz großes Tennis – besonders wenn man gerade Golf spielt.
Einige Masken sind ganz gut, aber sonst ist das alles dermaßen doof, albern und arschlangweilig, daß uns nicht mal die Flucht in die Höllendimension am Ende (Herr Fulci läßt grüßen) damit versöhnen kann.

Wer dem 1000sten Aufguß dieser Uraltidee etwas abgewinnen kann, sollte ordentlich Bier vorkippen, könnte ja helfen. Ansonsten geht mir mit diesem Rotz aus den Augen. (2/10)

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