"He ran all the Way" ist ein sehr alter und sehr unbekannter Psychothriller, der aber trotzdem immer noch sehenswert und spannend ist.
Es geht um Nick und seinen Kumpel Al. Nach einem gescheiterten Überfall, bei dem Al von der Polizei erschossen wurde, lernt er auf der Flucht vor den Gesetzeshütern eine junge Frau kennen, begleitet diese nach hause um anschließend sie und ihre Familie als Geiseln zu nehmen...
Das Ganze beginnt sehr flott mit einer kleinen Schießerei und einbisschen Action. Ich muss ehrlich sagen, ich war etwas überrascht, schließlich ist der Film ja schon über 50 Jahre alt. Außerdem fangen Psychothriller für gewöhnlich ja ziemlich ruhig an, nicht jedoch "He ran all the Way".
Einwenig angestaubt ist John Berrys Werk schon. Nick lässt beispielsweise seine Geiseln aus ihrer Wohnung ein und aus gehen wie sie gerade lustig sind. Es ist also nur eine Geiselnahme im übertragenen Sinne. Würde ein Geiselnehmer das in der heutigen Zeit machen wäre er sofort geliefert. Auch ist mir nicht ganz klar warum Nick seine Geiseln mit Waffengewalt dazu zwingen will Truthahn zu essen.
Zudem gibt es ein paar kleinere logische Brüche und mit dem Realismus ist das bei "He ran all the Way" auch so eine Sache, ich finde aber man darf mit dem Film nicht so hart ins Gericht gehen, denn erstens ist er schon sehr alt und außerdem die ganze Zeit über spannend. Ich bin mit diesem etwas kurzweiligen, aber guten Psychothriller zufrieden.