In einer Freakshow tritt Sardu mit seiner Truppe auf und führt das "Theater des Makabren" vor. Dabei werden vor den Augen des Publikums Frauen gefoltert und getötet. Sardu hält das Zurschaustellen seiner obskuren Phantasien für große Kunst, während der angesehene Kunstkritiker Creasy Silo kein gutes Wort für den Zinnober übrig hat. Mit seinem kommenden Programm will Sardu dieses ändern und entführt den Kritiker ebenso wie die Primaballerina Natasha de Dinata, die dort auftreten soll. Eine Performance, die sadistische Folter und Tanz verbindet, schwebt dem Meister vor, doch dazu müssen die beiden erst gefügig gemacht werden. Natashas Freund, der Footballspieler Tom Maverick alarmiert derweil die Polizei, denn er glaubt nicht, dass Natasha freiwillig in dem kleinen Schmuddeltheater auftritt. Tatsächlich unterhält Sardu einen regen Handel mit Frauen, wovon er einige nackt in Käfigen hält und unter Foltern konditioniert. Quälereien gibt es am laufenden Band in diesem exploitativen B-Movie, dass die Schwarte kracht. Egal, ob das verquirlte Gehirn frisch aus einem Kopf gesaugt wird oder Augen ausgedrückt und gegessen, schier endlos wirkt die Liste der Fiesheiten, von denen dieser Film lebt. Die Story ist nicht wirklich neu und erinnert vor allem am Anfang etwas an Herschell Gordon Lewis' "Wizard Of Gore", wo ebenfalls das Publikum mit vermeintlichen Tricks der makaberen Art unterhalten wird, die sich als echt herausstellen. Joel M. Reed geht hier allerdings eine Spur weiter, was den Ideenreichtum angeht und kostet sichtlich die sadistische Ader von Sardu und seinem zwergenwüchsigen Helfer Ralphus aus, welcher sich geradezu kindisch über jede Gemeinheit freut. Wären die SFX, die oftmals blutig sind, realistisch dargestellt, würde dieser kleine Trashstreifen einige asiatische Folterpendants blass aussehen lassen. Die Goreeffekte sind jedoch aus heutiger Sicht schlicht gehalten, was dem Unterhaltungswert dieses selbstironischen Kleinods keinen Abbruch tut. Was gezeigt wird, reicht auch so, dazu gesellen sich noch Gemeinheiten wie den Mund als Urinal zu benutzen oder einige bizarre sexuelle Ausschweifungen, auch wenn diese nicht grafisch ausgeschlachtet wurden. Die ausgebreitete Niedertracht lässt das Herz des Exploitation- und Folterfilmfans deutlich höher schlagen, während die ansonsten dünne Rahmenhandlung zum Ende hin noch mit einem korrupten Polizisten für den einen oder anderen Seitenhieb auf die Justiz glänzt. Zum Glück ist nicht nur Seargant Tucci im Columbomantel erfahren mit Opern, sondern auch der durchgeknallte Hausarzt, der den "Barbier von Sevilla" zum Besten gibt, als er einen Kopf vor dessen Öffnung rasiert. Der Humor, der immer wieder durchblitzt, ist äußerst makaber und burlesque zugleich, wer einen ernsten Splatterstreifen erwartet, ist hier falsch. Insgesamt inszenierte Joel M. Reed, der auch das Drehbuch schrieb, amüsanten Goretrash, den der anspruchsvolle Zuschauer unbedingt meiden sollte, Betrachter mit empfindlichem Gemüt ebenso.
Grelle Freakshow, die Exploitationfans nicht auslassen sollten. 7/10 Punkten