Aktionskünstler Sardu zerschneidet und foltert auf der Bühne hübsche, junge Damen zu Tode. Die Menge ist gleichermaßen geschockt wie begeistert. Was niemand ahnt: Alles ist echt, die Damen treten live auf der Bühne aus dem Leben. Meister Sardu bildet sich für seine nächste Show die berühmte Balletttänzerin Natascha Di’Natalie ein, kidnappt sie und unterzieht ihr eine fiese Gehirnwäsche. Nataschas Freund und die Polizei stehen Meister Sardu und seiner Sekte machtlos gegenüber…
BLOODSUCKING FREAKS aus dem Hause Troma ist – neben „Bride Of Frank“, „Mordum“ und „Die 120 Tage von Sodom“ – wohl einer der kränksten und abstoßendsten Filme, die je das Licht der Welt erblickt haben. Von der Handlung her könnte man ihn im Entferntesten mit Herschell Gordon Lewis’ „Wizard Of Gore“ vergleichen, allerdings verläuft der Plot hier doch ein wenig anders und auch um ein vielfaches sinnloser. Wobei von einer „Handlung“ eigentlich gar nicht die Rede sein kann, vielmehr von einer Aneinanderreihung von Folterszenarien.
Neben seiner unmissverständlichen Billigkeit ist frauenverachtendes Verhalten ein ganz großes Merkmal dieses Schmachtfetzens. Egal ob Folter, Qual, Erniedrigung oder sonstige Späße – es kriegen zu 98% die Weiber ihr Fett ab.
Ein kleiner Einblick in das Sammelsurium an Perversitäten, welches hier auf euch wartet:
- eine Frau wird als Tisch und Kerzenständer verwendet
- ein Zwerg isst ein Auge
- Tod durch Schraubstock
- alle Zähne raus
- Dart auf Arsch
- ein irrer Arzt saugt einer „Patientin“ mit dem Strohhalm das Hirn aus dem Schädel
- ein abgetrennter Kopf wird zu Fellatio missbraucht
…und ganz viel anderer perverser Schweinkram! Und wenn ein Streifen dann auch noch mit einem abgeschnittenen Penis im Hotdog-Brötchen endet, dann… ja, dann freuen sich entweder die Fans sinnloser Gewalt, oder aber es klettern die Moralaposteln auf die Barrikaden.
Zugegeben: BLOODSUCKING FREAKS ist zu keiner Sekunde politisch korrekt. Auch ist der Streifen ganz weit davon entfernt, anspruchsvoll oder spannend zu sein. Ernst gemeint ist er jedoch auch nicht wirklich und als unterhaltsam dürfte er wahrlich nur von den allerniedersten Subjekten wahrgenommen werden. Also nicht wirklich ein Film, der ein breites Publikum anzieht.
Das krasseste an BLOODSUCKING FREAKS ist aber, wie menschenverachtend Sardu und sein Liliputaner-Diener mit ihren Opfern umgehen und wie viel Freude ihnen das Foltern bereitet. Beim Gliedmaßen absägen wird gewitzelt, auf der Streckbank wird gekichert und Schmerzensschreie werden just mit Sätzen wie „Ach, wie reizend! Eine kleine Nachtmusik!“ abgetan. Ob das nun ernsthaft witzig gemeint war - fraglich, aber wahrscheinlich.
Diese Anflüge von Psychopathen-Humor gepaart mit Fesseln, Peitschen und Klagegeheul ergibt jedenfalls ein Gebräu, ein übel riechenden Sud, der gewiss nicht jedem munden und selbst eingesessenen Gorehunden so zäh wie Karamell-Riesen zwischen den Zähnen kleben bleiben dürfte.
Splatter: (+)(+)(-)(-)(-)
Folter: (+)(+)(+)(+)(-)
Trash: (+)(+)(+)(+)(+)[(+)]
Handlung: (+)(-)(-)(-)(-)
Spannung: (+)(-)(-)(-)(-)
Pervers: (+)(+)(+)(+)(+)[(+)]
„So, jetzt werden wir eine hübsche Operation machen!“
Fazit:
Bitterböse, rabenschwarz und wirklich sehr, sehr krank! Ein absoluter Klassiker in Sachen "Bad Taste" und Folter.
Vergesst die Kommerzbomber „Hostel“ und „Saw“ – in den 70ern wurden noch mit Schmackes Schaufensterpuppen tranchiert!