Mir waren verschiedenste Kritiken über "Bloodsucking Freaks" bekannt. Die einen sprachen sogar von einem absoluten Meisterwerk, andere hingegen wieder vom schlechtesten Film aller Zeiten. Ich schließe mich da keinem der beiden Extreme an, denn "Bloodsucking Freaks" liegt etwas über dem Durchschnitt, aber auch nicht viel. Das heißt, er ist eigentlich nichts Besonderes. Eigentlich. Denn die Folterszenen, nicht gerade rar gesät, haben es wirklich in sich. Da können die Effekte noch so schlecht gemacht sein, in "Bloodsucking Freaks" sind sie nicht unbedingt toll, so was schockt einfach. Einer Frau werden alle Zähne bei lebendigem Leibe ausgerissen, danach wird ihr eine Glatze rasiert, um mit der Bohrmaschine ein schönes Loch in die Schädeldecke bohren zu können. Dem ist noch nicht genug, das Gehirn dieser Dame wird nämlich zu guter Letzt noch mit einem Strohhalm ausgesagt. Solch und ähnliche Szenen bekommt der Zuschauer da regelmäßig vorgesetzt. Und diese Szenen verfehlen auch ihren Zweck nicht, wer da nicht geschockt ist, wieso Sardu zu solch abgrundtief bestialischem Sadismus neigt, hat sowieso einen Vollschaden. Das Ganze wird dann wohl mit dem schwärzesten Humor, den es überhaupt gibt, sofern es noch so schwarz geht, angehaucht, um wenigstens ein kleines Bisschen von den Gewaltdarstellungen abzulenken. Die Splattereffekte sind nicht gerade zahlreich und auch alles andere als realistisch, man merkt die Unprofessionalität aller schon an, dennoch verankern sie sich tief im Inneren des Zuschauers. Zu sinnlos und zu bestialisch werden die Szenen dargestellt. Dazu kommen total heruntergekommene Schauplätze und ein verstörender Soundtrack. Ob die beiden Aspekte so beabsichtigt waren, weiß ich nicht, sie erscheinen jedoch recht finster, wenn auch billig, was der Atmosphäre aber keinen Abbruch tut. Die wird nämlich meiner Meinung nach, trotz des schwarzen Humors, recht düster und deswegen hat "Bloodsucking Freaks" eine Wirkung. Er soll provozieren, schockieren und dem Zuschauer ultrabrutale wie sinnlose Folterszenen zeigen. Und genau das schafft der Film auch. Es gibt zwar keinen Sinn, die Schauspieler sind schlecht, und auch sonst sieht alles total anfängerhaft aus, eine Schockwirkung wird aber dennoch erzeugt. "Bloodsucking Freaks" ist daher das erste Werk, das durch eben genannte Gründe besser wird, anstatt schlechter. Durch die ganzen Unseriösitäten und der Unprofessionalität wird alles etwas verstörender. Und das Ende, so billig es auch ist, weiß auch zu schocken.
"Bloodsucking Freaks" ist ganz sicher nicht so schlecht, wie viele sagen. Man hat es mit einem Underground B-Movie zu tun, das sehr schockiert und alles andere als überzeugend ist. Es verfehlt jedoch seine Wirkung nicht und schockt trotz aller Macken und Fehler. Daher 6,5/10 Punkte